Neckarstadt-Ost - Ausstellung von Uhland-Grundschülern Künstler von morgen

Lesedauer:

Gut gelaunt: Teilnehmer des Kunstworkshops der Kunsthallen-Museumspädagogik mit Schülern der Uhland-Grundschule.

© Tröster

Da war richtig was los in der Städtischen Kunsthalle: Gut 30 Personen waren zur Vernissage für eine neue Ausstellung gekommen. Gezeigt wurden die Ergebnisse eines außergewöhnlichen Kunstworkshops der Museumspädagogik mit Schülern der Uhland-Grundschule.

AdUnit urban-intext1

Und die konnten sich wirklich sehen lassen. Ein Jahr lang erforschte eine Gruppe von zwölf neugierigen und kreativen Mädchen und Jungen aus den 1. Klassen der Ganztagsschule jeden Mittwochnachmittag im Kunstmuseum ausgewählte Gemälde und Skulpturen der Mannheimer Sammlung sowie Werke der Sonderausstellungen. Dabei erfuhren die Kinder auch viel über die Motive der Künstler und ihre Techniken. Ein wichtiger Teil des Projektes bestand in der kreativen Umsetzung. Dabei entstanden wunderbare Gemälde, Collagen und Skulpturen.

"Das Besondere bei diesem Projekt ist, dass es seit vier Jahren jeweils ein ganzes Schuljahr lang für die Erstklässler der Uhlandschule durchgeführt wird", erklärte Dr. Dorothee Höfert, Leiterin der Kunstvermittlung. Sie dankte dem Lions Club Mannheim-Rosengarten, der nicht nur diese "Entdeckungsreise in die Welt der Kunst" durch seine finanzielle Unterstützung ermöglichte, sondern das Projekt auch weiter fördert. Denn obwohl die Kunsthalle wegen der Bauarbeiten von Dezember an ein ganzes Jahr geschlossen sein wird, geht das Projekt weiter in port25 - Raum für Gegenwartskunst Mannheim.

Lions Club-Vizepräsident, Stefan Feinauer, erklärte: Durch das Kunstprojekt würden die Schüler, die meist von Hause aus keinen Zugang zur Kunst haben, nicht nur kreativ, sondern auch sprachlich gefördert. "Vor allem auch diejenigen Kinder mit Migrationshintergrund", freute sich Schulleiter Marc Waluja. Worauf er besonderen Wert legt, ist, dass die Schüler sich dieses Projekt selbst ausgesucht haben.

AdUnit urban-intext2

Bei einem Rundgang durch das Museum mit Kunstvermittlerin Eva Wick zeigten die Schüler ihren Eltern und Lehrern, was sie gelernt haben. Selmaa und Jaap erklärten, was ein Künstler alles braucht, um malen zu können. Vor dem Gemälde von Hans Thoma stellten fünf Mädchen die dargestellte Marktszene nach. Zu einer Collage von Hannah Höch haben Carlotta und ihre Klassenkameraden mit einem "Elfchen" (Gedicht aus elf Worten) Dada eingefangen. Mit Schuhkartons haben die kleinen Künstler ihre eigene Kunsthalle gebaut, indem sie sich von Alt- und Neubau inspirieren ließen. Aus verschiedenen Impulsen entstanden ganz unterschiedliche Werke. Stolz zeigt Elisa ihrer Mutter die Mappe, in die sie alles eingeklebt hat, was sie gemacht haben. "Das gefällt mir sehr gut, dass die Kinder kreativ gefördert werden, das ist nicht selbstverständlich", ist Mariella Ianniello begeistert von dem Projekt. ost