Nord/Gartenstadt - Pandemie verhindert Fest im Farbenhaus Gleich fünf Gründe – und keine Feier

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schi
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Björn (v.l.) und Rainer Bissantz vor ihrem Fachgeschäft. © Klaus Schillinger

Corona-Zeiten sind schwierige Zeiten, auch für Unternehmen. Und das nicht nur wirtschaftlich, sondern sogar emotional. Firmen dürfen nicht feiern, auch wenn es gleich mehrere Anlässe dazu gibt. Beim Farbenhaus Bissantz ist das beispielsweise der Fall. „Wir haben in diesem Jahr eine Menge an Jubiläen, die wir eigentlich auch gebührend feiern möchten.“ Nicht nur am 1. Februar, als das Unternehmen 55 Jahre alt wurde. Seit 25 Jahren ist Rainer Bissantz Chef, er wird dieses Jahr 65. Sein Sohn Björn ist seit 20 Jahren im Betrieb und wird 40 Jahre alt. Doch die Covid-19-Pandemie hat auch den Bissantz einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eine gemeinsame Feier mit Kunden wie zum 50-Jährigen ist nicht möglich. Kundenkontakte gebe es derzeit nur durch „Click & Collect“, also telefonisch Ware bestellen und zeitgebunden im Laden an der Waldstraße abholen. Aber unsere Kunden bekommen trotzdem im März Jubiläumsrabatte auf Farben, Bodenbeläge, Malerwerkzeug und Tapeten.

Mehr Digitalisierung

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Werner Bissantz, der Vater von Rainer, eröffnete 1966 im Speckweg gemeinsam mit seiner Frau Hilde ein Fachgeschäft für Farben und Tapeten. Bald zog man in ein größeres Geschäft an der Ecke Wald-/Kasseler Straße, und an der Waldstraße ist das Farbenhaus noch heute angesiedelt. Sohn Rainer stieg 1976 in die Firma mit ein, 1996 übernahm er die Firmenleitung, als der Vater in Ruhestand ging. Seit 2002 ist auch Björn Bissantz, Rainers Sohn, dabei, beide haben die kaufmännische Leitung, Björns Handschrift ist schon zu spüren. „Die Firma ist mehr digitalisiert und die Verkaufsräume auf dem neusten Stand. Unsere Bodenbelagsarbeiten haben wir erweitert und uns auch im Insektenschutz gut aufgestellt“, so der künftige Chef.

Denn Rainer Bissantz will dieses Jahr aufhören: „Ich denke, das ist die Gelegenheit hier Platz zu machen, ich werde die Firmenleitung am Jahresende an Björn weitergeben“, sagt er. Fünf Mitarbeiter im Verkauf und acht weitere Beschäftigte komplettieren die Firmenbelegschaft, man zählt Heimwerker und Firmen zu seinen Stammkunden. schi