Ganz schön happig

Von 
Anke Philipp
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Ja, das ist ganz schön happig: Wer gerne auf T 4 wohnen möchte, muss bis zu 5000 Euro auf den Tisch legen. Für 100 Quadratmeter zahlt man also eine halbe Million Euro. Und das in einer, vorsichtig ausgedrückt, nicht gerade Top-Lage. Citynah hin oder her – das ist kein Projekt für Otto Normalverbraucher. Da stellt sich schon die Frage, ob eine kommunale Wohnungsbaugesellschaft in diesem Markt mitmischen sollte. Nebenan baut die Flüwo Wohnungsbaugenossenschaft: Auch diese Wohnungen werden kaum günstig zu mieten sein. Die Folge ist ein Klientel, von dem sich die Stadt eine Aufwertung des Viertels verspricht. „Wir wollen hier nicht den schnellen Euro machen, sondern setzen auf attraktive Stadtreparatur“, hatten die Stadtoberen einst betont. Modernes Wohnen, das Kinderhaus, ein Quartiersplatz – all dies sollte die östliche Unterstadt mit ihren durchschnittlichen sozialen Problemen beleben.

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Mit der Neubebauung des Grundstücks der ehemaligen Sickingerschule ist es das nun gelungen – im Sinne des Programms Wohn.Raum.Stadt das bestehende Wohnraumangebot in zentraler Lage um zusätzliche hochwertige Einheiten zu erweitern. Genau dies war Ziel der Quartierentwicklung – übrigens im Zusammenhang mit dem EKI-Beteiligungsprozess.

Redaktion Mitglied der Lokalredation, seit 1991 zuständig für den Bereich Mannheim-Mitte mit den Stadtteilen Innenstadt, Jungbusch, Neckarstadt-West und-Ost, Schwetzingerstadt, Oststadt, Neuostheim und Neuhermsheim.