Gartenstadt - Bürgerverein sucht neue und auch junge Mitglieder / Ältere Generation hilft mit hoher Sachkompetenz Bürgerhaus-Sanierung steht an

Von 
Jan-Hendric Bahls
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Der Vorsitzende des Bürgervereins, Heinz Egermann, rief in seinem Bericht die Versammlung dazu auf, neue Mitglieder für den Verein zu werben.

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Mit einigen Veränderungen in der Besetzung der Vorstandschaft geht der Bürgerverein Gartenstadt in die Zukunft. Bereits im Vorfeld waren durch den Verzicht der beiden ehemaligen stellvertretenden Vorsitzenden, Alexander Manz und Wolfgang Wunsch, auf eine weitere Amtsperiode zwei Plätze im Vorstandsteam freigeworden. Mit Gudrun Heß und Gregor Stromer fanden sich nun durch das Votum der Versammlung schnell zwei Nachfolger.

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Heß konnte bereits als Vorsitzende des mittlerweile aufgelösten Gesangvereins Gartenstadt Erfahrungen in verantwortlicher Vereinsarbeit sammeln. Zudem begleitete sie seit einem Jahr einen Beisitzerposten. Mit Gregor Stromer wechselt dagegen ein noch eher unbekanntes Gesicht im Verein in die Stellvertreterfunktion. Der 44-jährige gebürtige Gartenstädter ist seit einem Jahr Mitglied im Bürgerverein und freut sich darauf, Verantwortung zu übernehmen.

Dank an Roland Weiß

Ins zweite Glied rückt dagegen Roland Weiß, der nach 17 Jahren auf dem Posten des Kassenwarts seinen vorerst letzten Finanzbericht im gutbesetzten Bürgerhaus präsentierte. Dabei hatte er über ein leichtes Minus bei den Einnahmen zu berichten. Allerdings sei man beim Abbezahlen des Darlehens für das Bürgerhaus auf einem guten Weg.

Seinem Nachfolger Lars Tilgner wünschte er alles Gute. Der Gartenstädter Steuerberater wurde in Abwesenheit von der Versammlung als neuer Kassenwart des Bürgervereins gewählt. Der Vorsitzende Heinz Egermann dankte Weiß für seine in der Vergangenheit tadellose Kassenführung. Ganz verloren geht Roland Weiß dem Bürgerverein allerdings nicht. Er wechselt auf die Position des Beisitzers.

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Helfer und ehrenamtlich Aktive würden stets gebraucht, betonte Egermann. Dabei mahnte er in seinem Jahresbericht an, dass zwar die Vereine zahlenmäßig weiter zulegen würden, es jedoch bei den Mitgliedern oft in die andere Richtung gehe.

Mit insgesamt 690 Mitgliedern blieben die Zahlen beim Bürgerverein im vergangenen Jahr immerhin stabil. Trotzdem gelte es, weiter für den Gartenstädter Verein zu werben, forderte Egermann die Mitglieder zum Handeln auf.

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So hätten die Verantwortlichen vor allem versucht, im vergangenen Jahr vermehrt junge Familien anzusprechen. "Die Halloween-Veranstaltung war eher von überschaubarem Erfolg gekrönt", musste er einräumen. Besser sieht es beim Martinsumzug der Freilichtbühne aus, den der Bürgerverein seit vielen Jahren finanziell unterstützt. "Vielleicht müssen wir uns noch stärker in diesem Bereich engagieren", meinte Egermann.

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Zumindest die Strukturen im Bürgergarten stimmen für eine Verjüngung bei den Mitgliedern. Wippe und Schaukel laden dort den Nachwuchs zum Spielen ein. Demnächst soll ein weiteres Spielgerät dazukommen. "Vielen Dank an den Bezirksbeirat, der uns dabei unterstützt", unterstrich der Vorsitzende.

Das Gros bei den Mitgliedern stellt weiter die Generation, "die heute zwischen 60 und 70 Jahre alt ist", berichtete Egermann. Dementsprechend gut kommen Tanztee und Kreativkreis an. Zudem verfügen die etwas älteren Mitglieder über eine hohe Sachkompetenz, "was uns wieder in vielen Bereichen zu Gute kommt", bestätigte der Vorsitzende. Als Beispiel nannte er kleine Reparaturarbeiten, was dem Verein einiges an finanzieller Belastung nehme.

Ein voller Erfolg sei ebenso der Bürgerchor. "Wir singen Popmusik". Kritik übte Egermann an der stets begrenzten Zahl an aktiven Helfern. "Hier hängt zu viel Arbeit an zu wenigen Leuten!" Doch nur durch ehrenamtliches Engagement bei Veranstaltungen könne der Bürgerverein einen Überschuss erwirtschaften.

Ein Überschuss sei dringend nötig, stünden doch bereits weitere Investitionen an. 100 000 Euro würden für die energetische Sanierung des Bürgerhauses fällig, das neben einer neuen Heizung auch eine Erneuerung des Dachs benötigt. Die Stadt habe bereits einen Zuschuss in Höhe von 40 000 Euro bewilligt. Keine Zuschüsse seien dagegen für den Bürgergarten zu erwarten, "den wir ebenfalls mit einem neuen Dach bespannen müssen", erklärte Egermann.

Der Vorsitzende bedankte sich bei all jenen, die für den Bürgerverein in der Vergangenheit aktiv waren. Schon zuvor hatte er bei der Totenehrung auch der verstorbenen Zöllner gedacht.

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