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Nord/Luzenberg - Freie Wähler – Mannheimer Liste diskutieren mit Anwohnern über „Spiegel“-Gelände

Bürger wollen Gärten erhalten

Von 
Klaus Schillinger
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„St. Gobain – Chancen für Luzenberg und Waldhof“: Zu diesem Thema hatte die Fraktion der Freien Wähler – Mannheimer Liste vor das Werkstor der „Spiegelfabrik“ eingefunden. Holger Schmid war gemeinsam seinen Christopher Probst und Christiane Fuchs gekommen.

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Der Waldhofer Bezirksbeirat Thomas Steitz informierte kurz über die Situation auf dem Gelände der „Spiegelfabrik“. Er berichtete, dass es schon vor etwa 40 und 20 Jahren Überlegungen des Unternehmens gab, zumindest Teile des Geländes zu veräußern. Dass jetzt das ganze Terrain verkauft werden soll, wecke in der Bürgerschaft die Hoffnung auf einen „großen Wurf“. Hier wolle man mit den Betroffenen eine „bürgernahen Entwicklung“ diskutieren.

Diskussion vor Ort vor dem Werkstor der „Spiegelfabrik“. © Klaus Schillinger

Der Luzenberger Winni Kölmel ist dafür, das Schlammloch, die Gärten und das Areal der „Goggelrobber“ zu erhalten. Auch eine Einkaufsmöglichkeit an der Sandhofer Straße würde er begrüßen. Das sei ein Dauerthema, das die Luzenberger bewege. Auch Sigrid Brecht kämpft für den Erhalt der 23 Gärten. Die Bürgerinnen und Bürger hätten gerne noch mehr davon. Mehrere Anwesende beklagten das Parkplatzproblem. Man sei froh, den Spiegel-Parkplatz vor dem Werksgelände nutzen zu können.

Baumarkt als Möglichkeit

Jürgen Kurtz von der Bürgerinitiative (BI) Waldhof-West betonte, die BI habe schon vor etwa fünf Jahren für die Ansiedlung eines Baumarkts gekämpft. Aber eine Frischluftschneise sei notwendig, da die Sommer immer heißer würden. Die BI wünscht sich außerdem einen Weg vom Waldhofer Seppl-Herberger-Platz über den Sandacker bis zum Herberger-Haus Luzenberg.

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„Die Industrie- und die Fußballhistorie muss erhalten bleiben“, so Kurtz. Vorstellbar wäre auch weiteres Wohnen am Ufer und Zugänge: „Wir lassen unseren Stadtteil nicht vom Wasser abtrennen. Das werden wir uns nicht gefallen lassen“. Markus Schrade vom NABU betonte, Frischluftzufuhr sei notwendig. Er möchte möglichst viele der vorhandenen Naturflächen erhalten.

Frank Meier, Vertreter von St. Gobain, berichtete, es gebe schon viele Kaufinteressenten: „Der Run ist groß, aber wir haben es nicht eilig. Ich bin hier, um mit Ihnen zu diskutieren, wir sind offen in alle Richtungen. Wir werden aber keine Heuschreckeninvestoren bevorzugen.“

Stadtrat Probst wies darauf hin, dass es Kompromisse geben werde. „Die Stadt braucht dringend Flächen für den Wohnungsbau“. Seine Kollegin Fuchs könnte sich begrenzten Einzelhandel vorstellen. Steitz denkt daneben an eine Kita an der Verbindungsstelle zum Werksgelände.

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