Waldhof

Auch Fasnachter begrüßen das neue Jahr

Empfang des Kulturvereins mit Rathaussturm des Carneval Club Waldhof. Vereinsvorsitzender Stefan Höß bilanziert die Pandemiephase und unterstreicht die Bedeutung des Spiegelgeländes

Von 
Sylvia Osthues
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Beifall für den fünfjährigen Paul Fischer, der Michaela Diehl (vorn) den Rathausschlüssel entrissen hat, links Stefan Höß, rechts Lucia I. © Syliva osthues

Zum ersten Neujahrsempfang des Kulturvereins Waldhof nach zwei Jahren Pandemiepause kamen viele Bürger und Politiker, Vertreter von Vereinen, Organisationen, Kirchen und Firmen ins Kulturhaus am Speckweg. Begrüßt wurden sie mit virtuosen Klängen von Mitgliedern der koreanischen Gethsemane-Gemeinde sowie vom Vorsitzenden des Kulturvereins, Stefan Höß.

Er berichtete, auch in der Pandemiezeit habe es keinen Stillstand gegeben beim Kulturverein, der mit Unterstützung von Stadtteilservice und Blaulichtorganisationen 5500 Menschen zum Impfen brachte im Kulturhaus, das zudem zweites Testzentrum in Mannheim Nord sei.

Zum Glück hätten sich genügend Luzenberger gegen eine Besiedelung des Spiegelgeländes gewehrt und den Spiegelverein gegründet. Höß wertete die Brachfläche der Firma Saint-Gobain als Entwicklungsfläche für das Zusammenwachsen der Stadtteile Luzenberg und Waldhof-West. Wichtig sei, den Industriestandort Waldhof zu erhalten. Sorgen bereiteten ihm der drohende Abbau von 1050 Arbeitsplätzen bei EvoBus und von Stellen bei Daimler Truck. Als gutes Zeichen wertete er den Arbeitskampf von Gewerkschaft und Mitarbeitervertretung.

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Nicht gut ist seiner Ansicht nach die geplante Schließung der Gethsemane-und-Paulus-Kirche, weil die evangelische Kirche Mannheim die Sanierung allein nicht stemmen kann. Was mit den Kirchen geschieht, sei auch Sache der Bürgerschaft, so Höß. Er erinnerte an das erfolgreiche Stadtteilfest auf dem neugestalteten Taunusplatz. Dort soll es künftig einen Weihnachtsmarkt geben – mit echten Häuschen.

In seiner Festrede sprach SPD-Fraktionsvorsitzender und OB-Kandidat Thorsten Riehle über die Auswirkungen der Weltpolitik auf Mannheim und den Mannheimer Norden. Riehle lobte den Kulturvereinsvorsitzenden: „Stefan Höß hat den ersten Neujahrsempfang in Mannheim zu etwas ganz Besonderem gemacht. Was der Kulturverein in den letzten zweieinhalb Jahren geleistet hat, ist hervorragend.“

Junior-Präsident Paul Fischer

Beim Empfang spielten auch die Fasnachter des Carneval Club Waldhof e. V. eine tragende Rolle. Am Donnerstagabend rückte die Streitmacht der Waldhöfer Narren unter Führung ihres neuen Vorsitzenden, Maikel Schwerdtfeger, im Kulturhaus an, um Bürgerserviceleiterin Michaela Diehl die Insignien der Macht – Rathausschlüssel und Bürgerservicekasse – zu entreißen. Und genauso traditionell wie erfolglos bot die Bürgerservicechefin ihnen die Stirn, zumal Präsident Rolf Remmele die Aufgabe dem kurzerhand zum Junior-Präsidenten ernannten, gerade mal fünf Jahre alten Paul Fischer überließ.

Nachdem Prinzessin Lucia I. von Rebentanien ihr Motto verkündet und Orden verteilt hatte, gab es zur Belohnung für die Lieblichkeit den traditionellen Scheck der Volksbank Sandhofen in Höhe von närrischen 222,22 Euro. Außerdem hatten die beiden Vorstände, Manfred Baumann und Thomas Fleck, nach der Rede von Höß beschlossen, den Kulturverein Waldhof bei der Anschaffung von Häuschen für den Weihnachtsmarkt auf dem Taunusplatz mit 1000 Euro zu unterstützen. Anschließend eroberten Jugendtanzmariechen Talea Loska (neun) und Juniorentanzmariechen Mia Frey die Bühne.

Freie Autorin