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Pandemie

Zahl der Corona-Patienten in Mannheimer Kliniken steigt erneut stark

Virus oft nicht Ursache für Krankenhaus-Einlieferung

Von 
Steffen Mack
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Symbolbild

Es ist bundesweiter Trend. Mit den steigenden Corona-Zahlen gibt es wieder zunehmend Covid-Patienten in den Kliniken. Auf den Intensivstationen ist die Lage in Mannheim mit aktuell vier stabil und vergleichsweise entspannt. Aber auf Isolierstationen sind es jetzt 72, vor einer Woche waren es noch 52. Die Stadt verweist indes darauf, dass es sich in mehr als der Hälfte der Fälle um „Zufallsbefunde oder Umgebungsuntersuchungen“ handele. Viele Betroffene kamen also nicht wegen ihrer Corona-Infektion ins Krankenhaus, sondern die wurde erst dort festgestellt. Das unterstreicht, dass die Gefahr schwerer Verläufe mit der Omikron-Variante zumindest für Geimpfte deutlich geringer ist. „Es besteht aktuell keine Überlastung des Gesundheitssystems“, heißt es in der städtischen Mitteilung.

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Inzidenz jetzt bei 667,1

Der starke Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz hat sich in Mannheim nun wieder etwas abgebremst. Aktuell liegt sie bei 667,1 und damit klar unter dem baden-württembergischen Durchschnitt von derzeit 756,1. Heidelberg (792,5) und der Rhein-Neckar-Kreis (825,9) weisen noch deutlich höhere Werte auf.

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Die Stadt macht auch auf eine Änderung bei Bürgertests aufmerksam. Nach neuen Vorgaben des Bundesgesundheitsministeriums wurden die Nachweispflichten insofern gelockert, als etwa vor einem Krankenhausbesuch oder einem Treffen mit Senioren eine schriftliche Selbstauskunft genügt. Fraglich ist allerdings, ob die tatsächlich auch in allen Teststellen akzeptiert wird. Eine „MM“-Stichprobe hatte da vor einer Woche ein ziemliches Wirrwarr gezeigt.

Engpässe bei Selbsttests

Dass Bürgertests nur noch für bestimmte Gruppen gratis sind, einige drei Euro Selbstbeteiligung und alle anderen den vollen Preis bezahlen müssen, hatte neben dem Chaos in Teststationen noch weitere Effekte. So sind in Supermärkten und Drogerien kaum noch Selbsttests zu bekommen. Allerdings gelten diese auch als noch unzuverlässiger, als es Schnelltests bei Omikron sind.

Aus Arztpraxen ist ebenfalls eine verstärkte Nachfrage nach Tests zu hören. Grundsätzlich gilt, dass Menschen mit Symptomen oder positiven Selbsttests über das Gesundheitssystem einen (kostenlosen) PCR-Test machen können. Doch lässt sich dieser Anspruch mangels Kapazitäten häufig zumindest nicht auf Anhieb durchsetzen.

Redaktion Steffen Mack schreibt als Reporter über Mannheimer Themen

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