„Wünsche mir mehr Empathie“

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Ajsa: Ich bin mit meinen Freunden hier, um ein Zeichen zu setzen, um gegen Rassismus und Diskriminierung anzugehen. Ich will mich für Menschen einsetzen, die hier vielleicht keine öffentliche Stimme haben.

Ajsa © Dieter Leder
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Ich denke, dass wir uns alle weniger egoistisch verhalten und mehr als ein Wir durch das Leben gehen sollten. Meine Eltern kommen aus Serbien, aus dem ehemaligen Jugoslawien. Ich aber bin hier in Deutschland geboren. Ich würde mich trotzdem als Serbin bezeichnen, weil ich in dieser Kultur aufgewachsen bin.

Und obwohl ich hier geboren und aufgewachsen bin, habe ich trotzdem nicht das Gefühl, hundertprozentig eine Deutsche zu sein, das könnte ich nicht behaupten. Klar, man kann sagen, Menschen haben sich angepasst an das Leben hierzulande. Trotzdem können sie ja auch einen anderen kulturellen Hintergrund haben.

Allerdings bleibt man dann in Deutschland in gewisser Weise fremd. Ich wünsche mir, dass sich jeder in Deutschland, aber auch in allen anderen Ländern der Welt, für andere Menschen einsetzt und Empathie zeigt.