Motto - Das Thema Nachhaltigkeit steht beim Neujahrsempfang im Mittelpunkt – die Umsetzung beschäftigt viele Besucher Wie funktioniert Klimaschutz im Alltag?

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Tanja Capuana-Parisi
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Andrea Wellenreuther (v.l.) mit Sohn Felix und Tochter Pia und dahinter Barbara Feß mit Tochter Marlene spielen am Stand bei Hans-Jürgen Schneider (r.). © Capuana

Mannheim. Viele Verbraucher möchten gern klimabewusster leben, wissen aber häufig nicht, wie. Beim Neujahrsempfang können sich die Besucher an den verschiedenen Ständen auf Ebene 2 informieren und ihren ökologischen Fußabdruck berechnen. Denn die Veranstaltung im Rosengarten steht an diesem Dreikönigstag ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit im Alltag.

Mannheim Neujahrsempfang im Rosengarten

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Mit den knackigen Worten „Tschüss Einweg! Hallo Mehrweg!“ referiert Jan Meyerfeldt am Markt der Möglichkeiten. Anschaulich erklärt der für den Bildungsbereich zuständige Mitarbeiter der Klimaschutzagentur, wie man Mikroplastik in Kosmetikartikeln umgeht, ohne auf Pflege zu verzichten. Damit weniger Lebensmittel in die Tonne wandern, gebe es Apps, damit Nahrung, die noch gut ist, aber nicht selbst verzehrt wird, weitergegeben werden kann. „Da kann jeder mitmachen.“

Umwelt-Tipps online

  • Viele Tipps für einen nachhaltigen und klimaschonenden Alltag gibt die Klimaschutzagentur auf ihrer Homepage: klima-ma.de.
  • Über alternative Lebensmittelproduktion kann man sich beispielsweise bei der Solidarischen Landwirtschaft informieren: solawi-malu.de.
  • Praktische Hinweise zum Radverkehr und zur Fahrradkultur können unter monnem-bike.de oder unter lastenvelomannheim.de abgerufen werden.
  • Alternativen zum eigenen Auto gibt es – zum Beispiel Carsharing. Wie’s funktioniert erfährt man unter rhein-neckar.stadtmobil.de lang

Auch die Kirche beschäftigt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit. Kirsten de Vos, Pressereferentin der evangelischen Kirche Mannheim, erinnert an der Selfie-Wand daran, dass die Schöpfung zu erhalten zu den Kernaufgaben der Kirche gehört. Mit der Klima-Kollekte, ein finanzieller CO²-Ausgleich, mit dem soziale Projekte zur Armutsbekämpfung im globalen Süden unterstützt werden, sowie vor Ort frisch gekochte Speisen in den Kitas leistet die evangelische Kirche ihren Beitrag. „Wir sind einer der jüngsten Mitglieder der Klimaschutzallianz“, erzählt de Vos. Philipp Söker, Grundsatzreferent der Stadt, stellt die die Klimaschutzallianz vor. 16 Unternehmen und Organisationen gehören dem Verbund bereits an. „Jeder, der der Allianz beitritt, verpflichtet sich, CO² zu reduzieren“, sagt Söker. Damit wolle man eine Plattform bieten, um den Austausch der Mitglieder zu fördern.

Dass nachhaltiger Konsum modisch sein kann, beweisen Melina Bucher und Amelie Köhler. Bucher kreiert bei ihrem Label, das ihren Namen trägt, vegane Handtaschen. Die Doktorandin hatte für sich selbst tierproduktfreie Taschen gesucht und nichts adäquates gefunden. Aus beschichteter Biobaumwolle, veganer Farbe und Kleber entstehen ihre Modelle. Viel Unterstützung erhält die 26-Jährige von der Textilerei. Nachhaltige Stoffe werden auch von Köhler für Mode ihres Labels „Amillion“ verwendet.

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Die kleine Pia Wellenreuther, deren Bruder Felix und Besucherin Marlene Feß üben ihre Geschicklichkeit, in dem sie am Stand der Nachhaltigkeitsbehörde von der Stadt Mannheim Spielzeug-Frösche in die Löcherwand springen lassen. Ansprechpartner Hans-Jürgen Schneider macht die Besucher außerdem auf den Tag der Artenvielfalt am 20. Und 21. Juni aufmerksam. Jürgen Grieb von der neuen Abteilung Stadtraumservice appelliert an die Besucher, kaputte Handys zu spenden. Diese könnten entweder repariert nach Afrika gespendet oder zumindest die Rohstoffe wie Edelmetalle recycelt werden, um Ressourcen zu schonen.

Außerdem stellt er die freiwillige Biotonne und deren Vorteile vor. Diese schone nicht nur die Umwelt sondern auch den Geldbeutel der Bürger. Ursula Jünger, Umweltpädagogin der Stadtparks, zeigt an ihrem Stand der Grünen Schule dass Gärten mit Gras statt Schotter für besseres Klima in Städten und Gemeinden sorgen. „Jeder hat es in der Hand, etwas zu tun.“

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