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Wie die Schlange als Symbol unsere Kultur geprägt hat

Von 
Waltraud Kirsch-Mayer
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Übrigens kommen am 16. Juli jene Reptilien groß heraus, die sich wie kein anderes Geschöpf aufs Schleichen und Schlingen verstehen und (von Dauerfrostregionen abgesehen) global Erde und Wasser erobert haben. Am Welttag der Schlange dürfte uns sofort die in Afrika an Bäumen kletternde Mamba einfallen, die wegen ihres „Todeskusses“ berühmt-berüchtigt ist. Oder wir denken an die ungiftige Äskulapnatter, die es zum Symbol der Ärzte und Apotheker gebracht hat. Überhaupt schlängelt sich die Wechselwarme mit dem erneuerbaren Hautkleid seit Jahrtausenden durch die Mythologie – ob als Göttin im Alten Ägypten oder Verführerin von Adam und Eva im biblischen Paradies. Es gibt aber noch eine ganz andere Schlange – jene, die anders als ihre Namensgeberin über reichlich Beine verfügt, aber deren Fortbewegungsschnelligkeit sich umgekehrt proportional verhält (schließlich können s-förmige Kriecher blitzschnell auftauchen und attackieren.) Richtig, die Rede soll ebenfalls von jenen Schlangen sein, die wir vor Supermarktkassen fürchten. Erstaunlicherweise hat das Phänomen während der Corona-Pandemie ganz neue Entwicklungen erlebt. Klar kannten wir menschliche Tausendfüßler-Standbilder vor Stadioneingängen oder Konzerthallen. Aber vor Geschäften, die noch Klorollen im Regal haben? Hingegen waren Blechschlangen wie vom Winde verweht, weil auf Straßen kaum noch Autos mehr unterwegs waren. Und eines lässt sich schon jetzt vorhersagen: 2021 wird es die ersten Olympischen Spiele ohne Schlangen vor Sportstätten geben. Waltraud Kirsch-Mayer

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