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Wie die Bikinis immer kleiner wurden

Von 
Waltraud Kirsch-Mayer
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… hat auch der „MM“ auf viel Aufregung um wenig Stoff zurückgeblickt. Grund: Der Bikini wird 75. So manchen Älteren dürfte bei der Artikellektüre eine klingende Hommage durch den Kopf gegangen sein – zumal Hits von Caterina Valente in der Kurpfalz besonders beliebt waren. Schließlich hat die Sängerin mit der drei Oktaven-Stimme in Mannheim ihre Weltkarriere gestartet. Erinnern Sie sich noch an den Ohrwurm „Es war ihr Itsy Bitsy Teeny Weenie Honolulu Strandbikini, er war schick und so modern“? Kattel, wie Fans die Valente nannten, brachte den US-Song 1960 gemeinsam mit ihrem Bruder Silvio Franceso als deutsche Version heraus. Ein Verkaufsknüller! Der von Dalida in Frankreich gerühmte „Petit Bikini Itsi bitsi“ war mindestens so erfolgreich wie ihr Superhit „Am Tag, als der Regen kam“. Ob die Bikini-Lobeshymne nun Schlager oder Pop ist, darüber mag man sich streiten – jedenfalls haben die „Toten Hosen“ diese Mitte der 1980er punkig aufgepeppt. Damals galt freilich für das modische Fast-Nichts schon lange kein Strandverbot mehr. Weshalb die letzte Liedstrophe ziemlich nostalgisch anmutet: „Und da zog sie den Bikini, den sie nirgends tragen kann, ganze allein zu Hause in der Badewanne an. Oh!“ Als Caterina und Silvio damit die Charts eroberten, hätte wohl niemand für möglich gehalten, dass eines fernen Tages von einem der textilen Mini-Dreiecke nur noch eine Schnur übrig bleiben und mit Itsy-Bitsy-Teeny-Verve eine weitere Entstofflichung des Badeanzugs besungen werden würde – der String-Bikini.

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Waltraud Kirsch-Mayer

Freie Autorin

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