Mobilität - Zwei neue Anbieter auf dem Markt in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg / Neben Tier jetzt Bird und bald auch Zeus am Start Wettbewerb um E-Tretroller nimmt zu

Von 
Thorsten Langscheid
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Die blaugrünen Elektro-Tretroller des Anbieters Tier, die seit einem Jahr auf den Straßen unterwegs sind, haben Konkurrenz bekommen – vom Branchenriesen Bird aus Kalifornien. Seit Kurzem sind dessen E-Roller in Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und Kaiserslautern erhältlich. Und es kommt – zunächst nur in Heidelberg – noch ein dritter Wettbewerber dazu.

Roller der Konkurrenten Bird und Tier (im Hintergrund). © Thorsten Langscheid
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Wie mehrfach angekündigt, wird der irische Anbieter Zeus in der kommenden Woche in das Geschäft mit den per Handy-App anzumietenden Elektro-Kleinstfahrzeugen in der Metropolregion einsteigen. Der Starttermin für Zeus, das ähnlich wie Tier mit den betroffenen Kommunen und dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet hat, soll nun Mitte Juni sein. Der Auftakt war wegen der Corona-Krise mehrfach verschoben worden.

Freiwillige Selbstverpflichtung

Der irische Anbieter mit Hauptsitz in der Nähe von Dublin will vorerst 400 Roller in den Straßen Heidelbergs platzieren. Danach, so hatte VRN-Sprecher Axel Thiemann angekündigt, werde man „schauen, ob eine Ausweitung“ des Scooter-Angebots nach Mannheim und Ludwigshafen „sinnvoll ist“.

Seit vergangenem Sommer sind in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen rund 1500 E-Roller des deutschen Anbieters Tier zu haben – ausschließlich über eine App und zu vergleichsweise hohen Preisen. Ob der Konkurrenzanbieter günstigere Tarife ins Spiel bringt, wollte Bird-Regionalsprecher Alexander Jung im Gespräch mit dieser Redaktion nicht bestätigen.

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Man arbeite bei Bird zwar an einer Art „Wochenpreis“, suche aber eher die „Differenzierung an der Qualität des Angebots“. Die Preise, so Jung, sinken dabei „eher nicht“. Der Tier-Konkurren Bird, der von einem Manager der privaten Taxi-Plattformen Lyft und Uber, Travis van der Zanden, in Kalifornien gegründet wurde, will sich derweil in einer freiwilligen Selbstverpflichtung an die Vorgaben der betroffenen Stadtverwaltungen halten – zum Beispiel, was Parkverbotszonen oder die Anzahl der an einem Platz abgestellten Roller (nicht mehr als fünf auf einmal) angeht.

Regionalpartner sitzt in Waldshut

Bird wird dabei nicht selbst aktiv, sondern arbeitet mit einem regionalen Partner zusammen. Dies ist die in Waldshut ansässige Firma Seven Group, wie Bird-Regionalmanager Alexander Jung dieser Redaktion auf Nachfrage mitteilte. Seven Group kauft und betreibt die Roller in insgesamt zwölf Städten. Der Bird-Vertreter wies zudem darauf hin, dass die Roller nicht jede Nacht eingesammelt und aufgeladen werden. Dies geschehe nur, wenn die Batterie leer ist, eine Wartung anstehe oder eine Reparatur nötig sei.

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In Heidelberg will Bird zunächst mit 150 Fahrzeugen, in Mannheim und Ludwigshafen mit 600 Rollern in das Geschäft einsteigen. In der Metropolregion wären das dann von allen drei Anbietern 2500 E-Roller. Weitere 200 Roller sollen nach Kaiserslautern geliefert werden.

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Info: Mehr Infos: vrn.de, tier.app, bird.co, zeusscooters.com