Podcast "Mensch Mannheim" - Aktuelle Themen zum Hören und Diskutieren - Folge 28

Warum Oliver Sobotta gerade jetzt junge Hockeytalente sucht

Von 
Karsten Kammholz
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Zu Gast bei „Mensch Mannheim“: Oliver Sobotta, MHC-Hockey-Cheftrainer im Kinderbereich. © Kammholz

Mannheim. Die meisten kennen ihn als „Olli“ - und das weit über Mannheim hinaus. Im Hockeysport hat sich Oliver Sobotta als Nachwuchstrainer einen Namen gemacht. Seit dem 1. März 2008 ist „Olli“ beim Mannheimer Hockeyclub (MHC) hauptamtlich für alle Kinder unter zehn Jahren zuständig. Sein Job ist es, nicht nur so viele Kinder wie möglich für Hockey zu begeistern, sondern auch die Stars von morgen zu entdecken.

Eine Aufgabe, die in der Pandemie nahezu unmöglich war. Im Podcast „Mensch Mannheim“ berichtet Sobotta, wie er mit der Situation umgeht. „Mitte März ist immer der Zeitpunkt, wo ich meine Talentsichtungen mache“, erklärt er.



2020 sei er noch in zwei Schulen unterwegs gewesen - „und dann war der Laden dicht“. Der Lockdown im vergangenen und noch einmal in diesem Jahr machten seine Pläne zunichte. Normalerweise würde er zwischen März und Pfingsten 40 bis 50 Kinder für den MHC gewinnen, sagt er. „Mir fehlen zwischen 30 und 100 Kinder, gerade in den Jahrgängen 2013, 2014 und 2015.“ Das seien dicke Lücken, die dadurch entstanden seien, „dass wir nichts machen konnten“. Aber gar nichts zu machen, kommt für „Olli“ nicht infrage. Momentan gebe es Schnupperangebote auf dem MHC-Gelände am Neckarufer, auch ein Imagevideo sei gedreht worden, um vor allem Mädchen für den Sport zu gewinnen.

„Ich liebe es unglaublich, mit Anfängern zu arbeiten und die ersten Schritte zu sehen“, erzählt der Kindertrainer. Er will die Freude am Sport und an der Bewegung fördern, daher gelte für ihn grundsätzlich, dass jede und jeder bei ihm spielen dürfe. Der Spaß solle für die Kinder im Vordergrund stehen.

Er will dazu beitragen, dass Mannheim Hockeystadt - mit momentan zwei Spitzenklubs - bleibt. Dass allein Mannheim mit drei Profis bei den Olympischen Spielen in Tokio vertreten sein wird, macht ihn stolz - und bestärkt ihn in seinem Wunsch, neue Talente zu finden.

Er selbst wurde auch über seine Schulzeit Spieler - allerdings nicht in Mannheim, sondern beim Hockey-Club Schweinfurt. Es war während seiner Bunderwehr-Zeit in den 80er-Jahren, als er auf dem Hockeyplatz in Schweinfurt vom damaligen Trainer einer Kindermannschaft angesprochen wurde: „Olli, kannst du denen mal zeigen, wie man den Schläger hält?“ Es war der Anfang einer besonderen Erfolgsgeschichte.

Chefredaktion Chefredakteur

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