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Warnstreik in Mannheim - rund 90 Beschäftigte im Ausstand

Von 
Tatjana Junker und Larissa Hamann
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Mannheim. Im Streit um höhere Löhne für Mitarbeitende im Großhandel hat die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte bei Metro und bei Phoenix-Pharmahandel in Mannheim am Mittwoch zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. An der Aktion, die bereits um 5 Uhr morgens bei Metro angefangen habe, hätten insgesamt rund 90 Mitarbeitende aus beiden Unternehmen teilgenommen, sagte Gewerkschaftssekretärin Sabine Möller am Mittwochnachmittag. „Die Stimmung war gut. Die Leute erwarten, dass von den Arbeitgebern jetzt was kommt. Vor allem geht es ihnen um Wertschätzung für ihre Arbeit, gerade unter Pandemiebedingungen“, so Möller.

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Die Gewerkschaft will mit dem Warnstreik Druck machen für die vierte Verhandlungsrunde, die am Donnerstag ansteht. Das bisher vorgelegte Angebot der Arbeitgeber sei viel zu niedrig.

Stärkere Erhöhung gefordert

Laut Verdi haben die Arbeitgeber ab 1. Februar 2022 eine Tariferhöhung um 1,5 Prozent und ab 1. Oktober 2022 eine weitere Steigerung um 1,0 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten (1. April 2021 bis 31. März 2023) angeboten. Für wirtschaftlich starke Unternehmen und die, die in Folge der Pandemie geschädigt wurden, sollen die Tariferhöhungen vier bis sechs Monate früher beziehungsweise später gelten. Zudem würden wirtschaftlich starke Unternehmen im Juni 2021 eine nicht tabellenwirksame Einmalzahlung von 150 Euro leisten.

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Verdi hingegen fordert nach eigenen Angaben eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent, mindestens jedoch um 150 Euro, ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 100 Euro. Die neuen Tarifverträge sollen laut Forderung der Gewerkschaft für eine Laufzeit von zwölf Monaten vereinbart und für allgemeinverbindlich erklärt werden.   

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Redaktion Wirtschaftsreporterin

Redaktion Online- und Social-Media-Redakteurin

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