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Kultur - Verband übergibt nach Benefizkonzert und kreativer Aktion 6000 Euro zum Start der neuen Spielzeit

Wagnerianer helfen Schatzkistl

Von 
Peter W. Ragge
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6000-Euro-Spende überreicht: v. l. Monika Kulczinski (Wagner-Verband), Antje Geiter (Vetter-Stiftung) und „Schatzkistl“-Chef Peter Baltruschat. © Kulturnetz

„Ein unerwarteter Geldsegen, eine ungemeine Erleichterung für alle Planungen rund um die neue Spielzeit“, gerät Peter Baltruschat geradezu ins Schwärmen. Eine Spende von 6000 Euro hat er vom Richard-Wagner-Verband für das von ihm geleitete Musik-Kabarett Schatzkistl bekommen. Sie soll helfen, dass das beliebte Schatzkistl trotz aller Probleme durch die Corona-Pandemie nun ab Freitag wieder öffnen kann.

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„Wir bleiben optimistisch“, so Baltruschat, und das sehe man auch dem Programm für die Spielzeit an, das Melissa Meyer, zuständig für das Künstlerbooking, mit viel Geduld und Gespür zusammengefügt habe. Ersatztermine für ausgefallene Auftritte sind ebenso darunter wie Premieren und Gastspiele von Kabarettstars, die noch nie in Mannheim waren. Doch neben dem Durchhaltemotto „Glaube, Liebe, Hoffnung“ sei das Team natürlich realistisch, so Baltruschat: „Keiner kann aktuell zuverlässig sagen, wie sich die Pandemielage entwickeln wird und welche Auflagen dann bei Veranstaltungen erfüllt werden müssen.“ Unklar sei ja auch, ob im Notfall die Unterstützungsgelder der öffentlichen Hand weiter fließen, ob die Kurzarbeit verlängert werde und in wieweit Partner und Sponsoren weiterhin treu bleiben. „Aber ob live mit reduzierter Publikumsanzahl, im Stream – egal wie, wir werden weiterhin Präsenz zeigen“, verspricht Baltruschat.

Immerhin habe es seit November 2020 keine Auftritte im Schatzkistl mehr geben dürfen. Da habe ihn „die Selbstverständlichkeit, mit der sich der Richard-Wagner-Verband in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Vetter-Stiftung solidarisch mit uns zeigte und in kürzester Zeit die Benefizaktionen aus der Taufe gehoben hat, beeindruckt und gerührt“.

Das Schatzkistl-Team habe seit vielen Jahren die Veranstaltungen des Richard-Wagner-Verbandes kostenlos und mit Werbung unterstützt. „Jetzt, in der Not durch Corona, brauchen sie unsere Hilfe, und da helfen wir gerne“, begründete Kulczinski ihre Initiative.

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Zunächst organisierte sie zwei Operettenkonzerte mit einem Ensemble unter der Leitung von Robert Frank, dazu Nadja Kaisereder (Sopran), Ilya Lapich (Bariton) und Joachim Goltz (Bariton). Dabei half die Heinrich-Vetter-Stiftung im Rahmen ihrer Kulturförderung, „auch weil wir damit gerne die langjährige Verbundenheit zum Schatzkistl zum Ausdruck gebracht haben“, so Antje Geiter von der Stiftung. Die Gemeinde Ilvesheim stellte für die Konzerte die Mehrzweckhalle zur Verfügung. Dann gab es auf dem Wochenmarkt noch einen Verkauf von Überraschungstüten mit kreativen und nützlichen Präsenten, die Helga Heinold und Kulczinski gepackt hatten.

Redaktion Chefreporter

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