Geburtstag - Der Feudenheimer DJK-Chef Edgar Lauer wird 80 / Aktiv auch fürs Teehaus und im Deutsch-Amerikanischen Frauenarbeitskreis Vom „Mister Siemens“ zum Vereinsvorsitzenden

Von 
Peter W. Ragge
Lesedauer: 

Er würde so gerne wieder Tennis spielen und eine Runde auf dem Golfplatz drehen – doch das bleibt ihm wegen der Corona-Krise verwehrt. Und eine große Feier darf es auch nicht geben bei Edgar Lauer. So begeht er heute seinen 80. Geburtstag, ohne ihn richtig feiern zu können. Dabei gäbe es sicher viele Gratulanten, führt er doch einen der größten Sportvereine der Stadt: die DJK Feudenheim.

AdUnit urban-intext1

Die Arbeit für den 1200 Mitglieder zählenden Verein ist für Lauer gerade „sehr arbeitsintensiv“, wie er erzählt, „macht aber dank eines eingespielten Teams auch viel Freude“. Die Corona-Pandemie habe ihn indes vor neue Herausforderungen gestellt. Derzeit sei zu klären, in welchen Schritten, wann und mit welchen Begleitmaßnahmen wieder ein normaler Breitensportbetrieb auf den Plätzen am Neckarplatt möglich sei – und ob die Mitglieder so lange Geduld aufbringen.

Fast zu viel Zeit

Habe ihm die Corona-Krise anfangs „etwas Ruhe und vielleicht mehr Zeit zur Besinnung gegeben“, wie Lauer sagt, so fehlten ihm nun schon die Kontakte und Aktivitäten. Das erinnerte ihn daran, dass er mal zu einem Geburtstag von der Mannheimer Künstlerin Anita Büscher ein Bild mit dem Spruch „Edgar Lauer auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ bekam. „Jetzt habe ich fast zu viel davon“, so Edgar Lauer.

Schließlich ist er Stress gewöhnt. Zunächst lernte er Starkstromelektriker und verbrachte dann sein gesamtes Berufsleben bei Siemens, meist in Mannheim. „Sohn der Zweigniederlassung“ rühmte ihn beim Abschied 2003 der Betriebsrat, weil der einstige Lehrling zum Leiter der Zweigniederlassung aufgestiegen war – eine Bilderbuchkarriere. In den sechs Jahren als „Mister Siemens“ kämpfte er für den Erhalt der Zweigniederlassung und zählte zudem zu den profiliertesten Unternehmerpersönlichkeiten der Region, der sich vielfältig in zahlreiche Gremien einbrachte und als Sponsor oft wertvolle Hilfe leistete.

AdUnit urban-intext2

Nach der Pensionierung kniete er sich umso mehr ins Ehrenamt. Mit Energie und Enthusiasmus übernahm er 2006 zusätzlich zur Leitung der Tennisabteilung (die er weiter führt) die Führung der gesamten DJK Feudenheim. Nicht weniger wichtig nimmt er das Amt als zweiter Vorsitzender des Freundeskreises Chinesischer Garten mit Teehaus.

Zudem ist er „Exot“ – als Mann aktiv im Deutsch-Amerikanischen Frauenarbeitskreis (DAFAK). Hier führt er das von seiner verstorbenen Frau Erika vor fast 20 Jahren begründete Benefizkonzert mit dem Polizeimusikkorps im Baumhain fort und hilft auch beim Pfennigbasar mit. Der Verlust seiner langjährigen Ehepartnerin hat ihn hart getroffen, und gerne löst er sein Versprechen ein, dem DAFAK treu zu bleiben. Er ist aber auch froh, wieder privates Glück gefunden zu haben.

Redaktion Chefreporter