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Verständigung - Integrierte Gesamtschule Herzogenried lädt zu erstem Mannheimer Europatag

Vielfältiges Plädoyer für ein friedvolles Europa

Von 
Tanja Capuana-Parisi
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Haben ein Herz für Europa: die Abiturientinnen Lucienne Gola (v.l.), Ayse Ücöz, Dilaila Dugan und Eda Ekicioglu. © Tanja Capuana-Parisi

Frieden in der Welt ist keine Selbstverständlichkeit. Diese Erkenntnis haben die Menschen in Europa spätestens seit dem Krieg in der Ukraine schmerzlich erfahren. Umso wichtiger sind Aktionen, bei denen der europäische Gedanke thematisiert und gestärkt wird. So wie der erste Mannheimer Europatag, der gestern vom Seminarkurs „Eventmanagement Europatag 2022“ der Integrierten Gesamtschule Mannheim-Herzogenried (IGMH) auf die Beine gestellt wurde.

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Die IGMH trägt seit rund zwei Jahren den Titel „Botschafterschule des Europäischen Parlaments“. An diesem Freitag ist der Geist der Europäischen Union besonders stark zu spüren. Viele der Schüler und Lehrer tragen blaue T-Shirts, die die Flagge der Europäischen Union darstellen. Unter dem Motto „United with (E)U“ demonstrieren die Kinder und Jugendlichen, wie wichtig ihnen ein vereintes Europa ist. In Form von 22 Workshops, die zum Teil an der IGMH veranstaltet wurden. Zudem wurden auch an anderen Orten der Stadt, wie etwa dem Landgericht, dem Technoseum, der Jesuitenkirche und der Kunsthalle, Kurse angeboten.

Mit einem vielfältigen Programm, bei denen sich die Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen in Mannheim einbringen konnten, beschäftigten sich die jungen Menschen mit Themen wie Frieden aus spiritueller Sicht, Grundwerte Europas, Rassismus, Fake News, aber auch Klimagerechtigkeit und Kunst im europäischen Kontext. „Gestern hatten wir im Stadthaus ein Planspiel mit unseren Erasmus-Partnerschulen aus Zagreb und Costanza“, sagt IGMH-Schulleiter Rainer Bade.

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Aktueller Bezug zur Ukraine

Der Tag sei ein Jahr lang geplant gewesen, dennoch hätten die Organisatoren es geschafft, mit dem Friedensmarsch vom Schloss zur IGMH einen aktuellen Bezug zur Ukraine zu schaffen. Die Strube-Stiftung von Jürgen Strube, ehemaliger Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzende der BASF und Schirmherr des Tags, gab einen finanziellen Zuschuss für die Veranstaltung sowie für den neuen Europaplatz der Schule. Dieser diene unter anderem als Offenes Klassenzimmer.

Norbert Lang vom Rhein-Neckar-Fernsehen moderierte eine Talkrunde zum Thema Europa, an der neben Bade und Strube auch Bildungsbürgermeister Dirk Grunert, Dorothee Höfert von der Kunsthalle, die Landtagsabgeordneten Susanne Aschhoff und Stefan Fulst-Blei sowie Virginie Jouhaud-Neutard als Vertreterin des Institut Français mitwirkten.

Bei dem Aktionstag haben die Schüler viel gelernt. Die 18-jährige Lucienne Gola schätzt den Kontinent sehr, nicht zuletzt aufgrund der Gemeinschaft der verschiedenen Kulturen und der diversen Sprachen. Für Dilaila Dugan bedeutet Europa unter anderem Vielfalt und Vereinfachung von Handel. „Das Wichtigste ist aber Frieden“, sagt sie. „Er ist nicht selbstverständlich. Wir wollen daher ein Zeichen für Solidarität setzen.“

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Freie Autorin Kulturredaktion, Lokalredaktion, Wochenende. Schwerpunkte: Bunte Themen, Reisereportagen, Interviews, Musik (von elektronischer Tanzmusik bis Pop), Comedy und Musicals

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