Übrigens zum Aschermittwoch

Von 
Steffen Mack
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Übrigens ist diesmal am Aschermittwoch keineswegs alles vorbei. Wie kann vorbei sein, was gar nicht gewesen ist? Die ausgefallenen närrischen Tage mögen viele vergleichsweise leicht verkraften. Aber manche Menschen schmerzen sie durchaus. Wer mal im Rheinland gelebt hat, der kann das sehr gut nachempfinden. Zumal wir normalerweise auch in Feudenheim am Fasnachtsdienstag, wenn der Umzug an unserem Haus vorbeigeht, tüchtig feiern. Mit mehreren Generationen, die Söhne sind mit Freude und Freuden dabei. Und mit großer Ausdauer. Hätten wir im vergangenen Jahr nicht irgendwann am frühen Morgen den Getränkekeller mit pädagogischem Weitblick für geschlossen erklärt, wäre die Party wohl nie zu Ende gegangen. Klar, wegen Corona dann später schon. Aber immerhin tröstet uns die Erinnerung an diese eine letzte Sause auch immer wieder in der Pandemie. Umso schmerzlicher ist jetzt, ein Jahr später. Normalerweise würden wir am Aschermittwoch mit leicht benommenem Schädel (der wenige Schlaf) das Haus putzen und den Gehsteig fegen, was speziell bei den darauf klebenden Bonbons kein Vergnügen ist. Doch dass einem das diesmal erspart bleibt, ist kein Trost. Heute würden wir für so eine Feier bereitwillig das ganze Viertel auf Knien reinigen. Was bleibt, ist allein die Hoffnung auf bessere Zeiten. Und die Gewissheit: Wir werden alles nachholen. Definitiv! Steffen Mack

Redaktion Steffen Mack schreibt als Reporter über Mannheimer Themen