Gespräch - ZI-Vorstand Andreas Meyer-Lindenberg Tipps für die Psyche

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Carina Junginger im Gespräch mit Andreas Meyer-Lindenberg. © Andreas Henn

Bisher sind die meisten Mannheimer gut durch die Corona-Krise gekommen. „Es gab keine Verschlechterung beim psychischen Empfinden“, zitierte der Direktor des Zentralinstituts für Seelische Gesundheit, Andreas Meyer-Lindenberg, aus einer aktuellen repräsentativen Studie seines Hauses.

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Während es sonst beim Neujahrsempfang seit 2000 stets eine lange Festrede eines Experten oder Prominenten gab, fand diesmal ein Gespräch unter dem Titel „Corona und die Psyche. Was macht Corona mit uns Menschen?“ zwischen RNF-Moderatorin Carina Junginger und Meyer-Lindenberg statt. Er gilt als einer der renommiertesten deutschen Psychiater und war mehrfach unter den weltweit meist zitierten Wissenschaftlern seines Fachgebiets.

Sozial isoliert

Eine Ausnahme, so Meyer-Lindenberg, seien aber die besonders belasteten Beschäftigten im Gesundheitssystem sowie Menschen, die schon zuvor eine psychische Störung gehabt hätten. Für ihn überraschend litten auch jüngere Menschen, besonders junge Frauen, stärker unter dem Gefühl, durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sozial isoliert zu sein, als er das erwartet habe. Wer durch das Coronavirus erkranke, sei sehr oft auch psychisch beeinträchtigt – weil Teile des Gehirns betroffen seien, etwa Geruchs- oder Geschmackssinn, oder weil sich, bei schweren Fällen die Atemnot und die Zeit auf der Intensivstation tief einpräge.

Ausdrücklich empfahl Meyer-Lindenberg allen Menschen, um gut durch die Krise zu kommen

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sich nur aus verlässlichen Quellen zu informieren

dafür zu sorgen, dass man die Dinge in der Hand behält, Routine einzuhalten und sich etwa auch im Homeoffice richtig anzuziehen

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stets seine sozialen Kontakte aufrechtzuerhalten

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auch etwas für andere Menschen zu tun. pwr