Serie Landtagswahl - Susanne Aschhoff kandidiert im Mannheimer Norden für die Grünen Susanne Aschhoff, Grüne, Mannheim-Nord:„Bildungspolitik ist mein Herzensthema“

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Mehr Naturflächen und Bäume wünscht sich Susanne Aschhoff für Mannheim. © Susanne Aschhoff

Zu Landtagswahl Baden-Württemberg haben wir allen Kandidatinnen und Kandidaten aus den Wahlkreisen Mannheim-Nord und Süd die Gelegenheit gegeben, sich mit Fragebögen den Wählerinnen und Wählern vorzustellen. Die Antworten dokumentieren wir hier, für deren Inhalt sind die Kandidaten verantwortlich.

Lokales Landtagswahl Baden-Württemberg 2021: Susanne Aschhoff (Grüne)

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Sie ist Tierärztin, 49 Jahre alt und lebt im Stadtteil Schönau: Susanne Aschhoff tritt bei der Landtagswahl am 14. März im nördlichen Mannheimer Wahlkreis für die Grünen an.

Warum sollten die Mannheimer Sie in den Landtag wählen?

Den Klimawandel zu stoppen ist die größte globale Herausforderung der Menschheit. Deshalb ist Grün für mich die politische Farbe unserer Zeit. Der Mannheimer Norden sollte in Stuttgart von jemandem vertreten werden, der hier lebt und über die politische Arbeit hinaus gut vernetzt und tief verwurzelt ist. Das bin ich durch unsere Tierarztpraxis, aber auch durch ehrenamtliche Aktivitäten in Sportverein, Gemeinde, Stadtbibliothek und Elternbeirat. Unsere größte Herausforderung in diesem Wahlkampf ist es, dass die AfD nicht wie 2016 mit wenigen hundert Stimmen Vorsprung diesen Wahlkreis gewinnt. Wer die Rechtspopulisten verhindern will, sollte Grün wählen. Deshalb kämpfe ich für ein starkes Grünes Wahlergebnis und für ein Grünes Direktmandat im Landtag!

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Was sind die drei wichtigsten Mannheimer Probleme, die Sie von Stuttgart aus lösen wollen?

Allgemein: Den Ausbau von Ganztagesschulen, den bestmöglichen Lärmschutz an der Riedbahnstrecke und mehr Lebensqualität in unserer Stadt.

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Bildung: Bildungspolitik ist mein Herzensthema. Ich möchte für Mannheim den Ausbau der Ganztagesschulen voranbringen, damit die Schwächsten nicht abgehängt werden und mehr Eltern die Möglichkeit haben, Familie und Beruf besser zu vereinbaren.

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Lebensqualität: Gerade die Neckarstädter leiden unter den immer häufigeren Hitzesommern, Mietpreise explodieren, und zu viel öffentlicher Raum ist zubetoniert. Das muss sich ändern! Ich wünsche mir für Mannheim mehr Spielplätze, Naturflächen und Bäume, sichere Wege für Fuß- und Radverkehr und bezahlbaren Wohnraum. Damit unsere Stadt grüner und lebenswerter wird. Moderne Verkehrspolitik darf nicht bedeuten, dass wir eine hochfrequentierte Güterzugtrasse mit unzureichendem Lärmschutz durch Wohngebiete führen. Für den Mannheimer Norden benötigen wir einen Bahntunnel, um Klimaschutz und Bedürfnisse der Anwohner in Einklang zu bringen.

Was aus Ihrer Ausbildung und Ihrem Beruf hilft Ihnen in der Politik?

Das naturwissenschaftliche Studium hat mich sachliches, analytisches Herangehen an Probleme auch in stressigen Situationen gelehrt. Der Umgang mit Tieren und ihren Erkrankungen erfordert oft pragmatische Lösungen und rasche Entscheidungen. Die Ruhe und den Respekt, die ich in meinem Beruf benötige, vermisse ich oft in aufgeheizten politischen Diskussionen. Mein Beruf als Tierärztin ist nur mit viel Einfühlungsvermögen und guter Kommunikationsfähigkeit gegenüber meinen Patienten und ihren Besitzerinnen und Besitzern möglich. Das hilft mir natürlich auch dabei, auf Bürgerinnen und Bürger einzugehen und ihre Sorgen und Nöte zu verstehen.

Haben Sie eine Frage an die Landtagswahl-Kandidaten: Dann schreiben Sie uns eine E-Mail! Bitte notieren Sie darin auch, an welche Kandidatin oder Kandidaten sich Ihre Frage richtet.

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Meinung zu einem Thema geändert und warum?

Als wegen der Coronapandemie der erste Lockdown im Frühjahr 2020 begann, dachte ich, diese Maßnahmen sind nur einmalig und für ein paar Wochen nötig. Der Verlauf der weltweiten Pandemie lehrte mich allerdings bald eines Besseren. Ich habe mir vorgenommen, Irrtümer offen zuzugeben und Fehler zu korrigieren – denn auch davon wünsche ich mir mehr in der politischen Kultur.

Wofür haben Sie zuletzt an einer Demonstration teilgenommen?

Das war vor Kurzem eine Demonstration der „Seebrücke“ für bessere Betreuung, dezentrale Unterbringung und ausreichende Gesundheitsversorgung von Geflüchteten. Es ging dabei auch um das Ziel, die kommunale Aufnahme von aus Seenot geretteten Geflüchteten in Mannheim zu ermöglichen.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Die Verhaltensforscherin Jane Goodall. Über ihre Forschung zu Schimpansen ist sie zur Naturschützerin und gesellschaftlichen Aktivistin geworden. Sie setzt sich auch für Kinder und Jugendliche ein und ist Friedensbotschafterin der UNO. Jane war eine Wegbereiterin für die Erkenntnis, dass Menschen das lieben und schützen, was sie kennen und verstehen. Mich beeindruckt ihr unerschütterliches Engagement für Natur-und Tierschutz.

Worauf freuen Sie sich am meisten, sobald die Corona-Lage es wieder erlaubt?

Endlich wieder meine Freunde umarmen zu können. Und mit einer tollen Wahlparty ein gutes grünes Wahlergebnis bei der Landtagswahl zu feiern!

Überblick zu den Kandidaten-Fragebögen aus dem Wahlkreis Mannheim-Nord