Spielplätze: Stadt gibt in diesem Jahr über eine Million Euro für Sanierungsmaßnahmen aus / Kinder weihen neu ausstaffiertes Gelände an der Aster-/Veilchenstraße ein Stück für Stück zu Spiel und Spaß

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Eva Baumgartner

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Das lassen sich die Mädchen und Jungen vom städtischen Kinderhaus Veilchenstraße nicht entgehen: Ungeduldig warten sie, bis Erzieherinnen und Vertreter der Stadt das Startsignal geben, dann nehmen sie den frisch sanierten Spielplatz an der Ecke Aster-/Veilchenstraße jubelnd in Beschlag.

Das Käfertaler Gelände ist nur eines von insgesamt 367 Arealen, auf denen sich Kinder in der Quadratestadt nebst Vororten derzeit austoben. Knapp 300 sind städtische Spielplätze, der Rest Schulhöfe, auf denen gespielt werden darf. Die Stadt kann diese Flächen nur nach und nach aufmöbeln. In den vergangenen zwei Jahren profitierten 31 Spielplätze, zwei Hundewiesen und die Rheinpromenade vom gestiegenen Etat: 1,25 Millionen Euro standen dafür zur Verfügung.

Eine Million Euro für Spielplätze

In diesem Jahr stehen weitere Plätze auf dem "Verwaltungsvorschlag Spielplatzsanierungen". Die Stadt plant dafür Ausgaben von mehr als einer Million Euro. Dazu gehören auch Grünanlagen wie der Untere Luisenpark und die Pergolen am Friedrichsplatz. In den Stadtteilen Schönau und Sandhofen entstehen durch neue Wohngebiete zusätzliche öffentliche Spielplätze.

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"Seit 2001 haben wir 5,4 Millionen Euro für die Spielplatzsanierung in Mannheim ausgegeben", erklärt Baubürgermeister Lothar Quast. "Gerade in dicht besiedelten Stadtgebieten sind Spielplätze notwendig, um motorische Defizite auszugleichen." Der Fachbereich Straßenbetrieb und Grünflächen legt Wert darauf, dass die Areale barrierefrei und integrativ umgestaltet werden: "Behinderte und nicht behinderte Kinder sollen genau so zusammen sein wie junge und ältere Menschen", so Quast. Die Beteiligung der Bürger ist Fachbereichsleiter Markus Roeingh besonders wichtig: Die Stadt bietet deshalb Spielplatzpatenschaften für Bürger an, die sich bereit erklären, das eine oder andere Fleckchen im Auge zu behalten.

Das frisch gestaltete Gelände in Käftertal-Süd bekam neben neuen Geräten übrigens gleich einen gepflasterten Zugang: "So können die Kinder auch mit dem Bobby Car hierher fahren - und für uns ist es leichter, mit unseren Fahrzeugen den Sand austauschen", sagt Mitarbeiter Christian Konowalczyk. Die Bezirksbeiräte Heinz Assel und Matthias Pitz lobten den für rund 37 000 Euro ausgestatteten Platz, versprachen aber auch, an anderen Stellen am Thema dranzubleiben.

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Wie oft prüft die Stadt eigentlich die Spielgeräte, fragte eine interessierte Bürgerin. "Einmal wöchentlich gibt es eine Sichtkontrolle, einmal pro Monat eine technische Überprüfung, und die Funktionskontrolle findet einmal im Jahr statt", so Quast. An kritischen Stellen schaut die Stadt häufiger nach. Die Mitarbeiter sind dabei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen - wenn etwa Scherben oder Zigarettenstummel herumliegen. Sie freuen sich aber auch über ein positives Feedback der Kinder: "Das ist dann der schönste Dank für uns", strahlt Konowalczyk.