Zerstörung - Ursache vermutlich Rivalität zwischen Fanlagern Statuen und Brücke beschädigt: Ursache vermutlich Fan-Rivalität

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Kaiserslautern: Zwei Fußballerfiguren des sogenannten Elf-Freunde-Kreisels stehen mit abgeschlagenen Köpfen auf dem Rasen der Verkehrsinsel. © Joachim Ackermann / dpa

Unbekannte haben am Wochenende an der Brücke über die A 656 am Stadteingang aus Richtung Heidelberg Schmierereien hinterlassen. Wie die Polizei bestätigte, laufen Ermittlungen wegen Sachbeschädigung. Bilder im Internet zeigen den Schriftzug „1.FCK“ in roter Farbe an der östlichen Seite der Brücke. Normalerweise sind dort nur der Schriftzug „Mannheim“ und das Stadtwappen zu sehen. Mittlerweile ist die rote Schrift entfernt. Wer sie weggemacht hat, konnte die Polizei nicht sagen. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Schmiererei mit der Rivalität der Fußballvereine SV Waldhof und 1. FC Kaiserslautern zusammenhängt, für den das Kürzel „1.FCK“ steht. Am 1. September steigt das Drittliga-Duell der beiden Vereine.

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In Kaiserslautern hat sich in der Nacht zum Montag ein Vorfall ereignet, der womöglich im Zusammenhang mit den Schmierereien stehen könnte: Zwei Fußballerstatuen wurden am Elf-Freunde-Kreisel laut Polizei die Köpfe abgeschlagen. Darüber hinaus wurden ein Verteilerkasten und weitere Statuen mit blauer Farbe besprüht. Blau ist eine der Vereinsfarben des SV Waldhof. Die Polizei in Kaiserslautern geht davon aus, dass die Sachbeschädigung in Verbindung mit der Rivalität der beiden Vereine steht.

Verein verurteilt Taten

Die Beamten ermitteln gegen acht Tatverdächtige, die nach Zeugenhinweisen gefasst wurden. Die Verdächtigen stammen nach Angaben der Polizei aus dem Rhein-Neckar-Raum. Ob es sich bei der Sachbeschädigung in Kaiserslautern um eine Racheaktion von Waldhof-Fans handelte, konnte die Polizei nicht sagen. Laut Ermittlern kam es zwischen den Fanlagern in der Vergangenheit immer wieder zu Straftaten.

Der SV Waldhof verurteilte in einer Stellungnahme auf seiner Internetseite die Sachbeschädigungen. „Wir werden diese Aktionen nicht dulden, und die Täter sind nicht Teil der SVW-Familie“, so der Verein in einer Stellungnahme. Zudem kündigte er an, ein Stadionverbots-Verfahren einzuleiten, sollten die Täter ermittelt werden. Der Dachverband der Waldhof-Fanclubs, Pro Waldhof, kritisierte die Zerstörungen ebenfalls.

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