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Stadt sieht lokale Einzelhandelsöffnungen kritisch

Von 
dpa
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Mannheim. Die Stadt Mannheim mit einem Inzidenzwert von knapp 90 sieht es kritisch, den Einzelhandel abhängig von lokalen Inzidenzen zu öffnen. "Diese sind deutlich volatiler und schaffen durch mehr Unterschiede größere Mobilität, was epidemiologisch fragwürdig ist." Generell sei ein Stufenplan zu begrüßen. Zur Frage, ob durch Einkaufstourismus viel Einkaufsvolumen in Mannheim verloren gehe, hieß es: "Dies kann ein Effekt sein, das ist aber nicht der Grund unserer Bedenken, zumal sich ja die Verhältnisse schnell umkehren können."

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Von aufgestauter Kauflust könnte das nahe Heidelberg profitieren, das seit Wochen unter einer 7-Tage-Inzidenz von 50 liegt. Dort dürfen vorbehaltlich der neuen Coronaverordnung in der kommenden Woche die Geschäfte wieder öffnen.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hält die stärkere Lockerung des Corona-Lockdowns für Kreise mit niedrigen Infektionszahlen von Montag an für vertretbar. Zugleich warnte der Grünen-Politiker am Freitag im Landtag vor "Einkaufstourismus" zwischen den Kreisen. Man werde die "Notbremse", ziehen, sollte die Inzidenz vor Ort über 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in 7 Tagen steigen. "Vor uns liegt eine mögliche dritte Welle", warnte Kretschmann. Deswegen müsse man mit "Augenmaß" vorgehen und das Testen schnell ausweiten. Während der Koalitionspartner CDU den "Systemwechsel" begrüßte, bemängelte die Opposition den neuen Kurs als widersprüchlich und zu zaghaft.

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