Innenstadt-Parks - Lauer’sche Gärten, Scipio- und Lameygarten laden nach Sanierung zum Verweilen ein / Mehr Aufenthaltsqualität für Bewohner und Besucher der City Spielplätze und Wiesen mitten in den Quadraten

Von 
Sylvia Osthues
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Eröffnung im Lauerschen Garten (v.l.): Bürgermeisterin Felicitas Kubala, Ober-bürgermeister Peter Kurz und Markus Roeingh (Stadtraumservice). © Stadt Mannheim

Stauden, Blumen, grüne Wiesen – alles Nahrung für die Bienen. Außerdem bessere Wegeverbindungen, mehr Transparenz, mehr Bänke und Müllbehälter und nicht zuletzt zwei grundsanierte, attraktive Spielplätze: Im Rahmen des Programms „Aufwertung Grünanlagen Innenstadt“ wurden in etwas mehr als einem Jahr Bauzeit drei Innenstadtgärten saniert und aufgewertet.

Erholung für die Bewohner

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Oberbürgermeister Peter Kurz und Bürgermeisterin Felicitas Kubala stellten jetzt die abgeschlossenen Maßnahmen in den Lauerschen Gärten in M 6 und im Lameygarten in R 7 vor. „Die Sanierung und Aufwertung der Flächen nicht nur in der Innenstadt, sondern generell hat die Stadt schon vor Corona betrieben“, betonte Kurz. Die Verbesserung der Aufenthaltsqualität sei wichtig, doch welche Bedeutung sie hat, habe man „vor der Corona-Krise nicht geahnt“, erklärte er.

Knapp 800 000 Euro habe die Stadt investiert in drei Innenstadtgärten, mit denen sie angefangen hätten: die Lauerschen Gärten, den nur wenige Meter entfernten Scipiogarten und den Lameygarten. Kurz bezeichnete die Parks als „grüne Trittsteine“, zur Erholung für die Bewohner. Durch Auflockerung der vorher dichten Gehölzstrukturen in den Eingangsbereichen entstanden seien zudem neue Blickachsen, so dass auch Auswärtige die bisher versteckten grünen Oasen für sich entdecken könnten. „Es gibt noch einiges zu tun, damit die verbindenden Wege entsprechend attraktiviert werden“, räumte Kurz ein.

Er dankte Landschaftsarchitektin Ulrike Mann und Projektleiter Carl Schüler für „den gelungenen Anfang und die gute Umsetzung“. Auch Bürgermeisterin Kubala lobte die beiden Mitarbeiter des Grünflächenamtes unter Leitung von Markus Roeingh. Sie freute sich über die schöne Gestaltung der grundsanierten Spielplätze, die jetzt nach langer Schließung wieder genutzt werden könnten und auch gut angenommen würden. „Gerade in der Innenstadt brauchen Kinder ein gutes Spielangebot“, erklärte Kubala.

Insektenfreundliche Pflanzen

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Die Spielplätze seien an Themenbereiche angelehnt. Projektleiter Schüler und Landschaftsarchitektin Mann erläuterten: Der Spielplatz in den Lauerschen Gärten korrespondiert mit den noch vorhandenen Resten der alten Stadtmauer. Auf den Klettergeräten aus Holz mit hohen Türmen können Kinder ohne Bodenberührung die Spielfläche überqueren. Eine kleine Rasenfläche in der Mitte lädt zum Hinlegen ein.

Einzige Erhöhung auf der im Übrigen barrierefreien Fläche ist die halbkreisförmige Sitzbank aus Stein beim Sandkasten im hinteren Bereich, von wo aus die Eltern einen guten Überblick über das Spielgeschehen haben. Der Spielplatz im Lameygarten hat das Thema „Blumenwiese“, aufgenommen durch Blumen aus Holz an den Spielgeräten. Bürgermeisterin Kubala gefällt auch das neue Pflanzkonzept in beiden Parks mit natur- und insektenfreundlichen Pflanzen.

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Der alte Baumbestand wurde erhalten und insgesamt neun neue, dem Klimawandel angepasste Bäume gepflanzt. In den Lauerschen Gärten wurden die Zugänge freigestellt und mit neuen Pflanzkübeln aufgewertet. „Highlight“ im Lameygarten ist der neu entstandene einladende Sitzbereich um die Skulptur „springendes Fohlen“ von Renée Sintenis, welche die Kunsthalle restauriert hat. Bürgermeisterin Kubala hob nicht zuletzt auch die kurzen Wege zwischen den Lauerschen Gärten und Lameygarten hervor: „Diese Fußwegeverbindung kann auch für die Bundesgartenschau eine schöne Grünverbindung werden.“

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Die Sanierung der drei Innenstadtgärten hat der Gemeinderat im Dezember 2017 im Rahmen der Haushaltsberatungen beschlossen. Die Aufwertung des Scipiogartens ist noch nicht abgeschlossen.

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