Landgericht Mannheim Sektflaschen-Mordprozess: Blutspur am Schuh des Tatverdächtigen

Von 
tan
Lesedauer: 

Mannheim. Am Sportschuh des Tatverdächtigen im Sektflaschen-Mordprozess, Husam A., befand sich Blut seines mutmaßlichen Opfers Gabriel V.. DNA-Analysen und weitere Erkenntnisse der kriminaltechnischen Untersuchung am Landeskriminalamt in Stuttgart sowie die Zeugenaussage einer Freundin des Angeklagten standen am zweiten Prozesstag im Mittelpunkt der Verhandlung der 1. Strafkammer am Mannheimer Landgericht. Der 36-jährige Iraker soll Mitte Juli 2020 seinen 35 Jahre alten Bekannten in der Wohnung des Studenten in der Laurentiusstraße in der Neckarstadt mit einer Sektflasche brutal erschlagen haben.

AdUnit urban-intext1

Ein Indiz sind dabei die Schuhe des Verdächtigen. Ein Abdruck eines solchen Schuhs war im Blut auf dem Linoleum am Tatort sichergestellt worden. Aufgrund des Musters des Sohlenabdrucks, der Größe des Schuhs und den Verschleißspuren komme der Schuh des Irakers in Betracht, ein anderer Schuh könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, so die Experten im LKA.

Sicher waren sich die Kriminaltechniker, dass das Blut an der Öse der Schnürsenkel  des linken Schuhs von Hasam A. laut DNA vor Opfer stammt. Als "fürsorglich" und "verliebt" schilderte eine Freundin des Angeklagten ihr Verhältnis zu Husam A. Er habe sie zwei, drei Jahre in einer schweren Zeit, in der sie der häuslichen Gewalt ihres Ex-Ehemanns ausgesetzt gewesen sei,  immer wieder getröstet.

Mehr zum Thema

Link Alle Meldungen im Newsticker Rhein-Neckar

Mehr erfahren

Link Alle Meldungen im Newsticker Mannheim

Mehr erfahren