Corona - Stadt schafft Lösung für Lehrkräfte und Erzieherinnen Schnelltests zwei Mal pro Woche

Von 
Bertram Bähr
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In Österreich sind solche Schnelltests bereits in Schulen im Einsatz. © dpa

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hatte es vor wenigen Tagen angekündigt. Nach Ende der Fasnachtsferien am kommenden Montag sollen sich das Betreuungspersonal an den Kitas und die Lehrkräfte zwei Mal wöchentlich anlass- und kostenlos auf Corona-Infektionen testen lassen. Laut Sozialminister Manne Lucha (Grüne) sollten die Schnelltests „über die bestehenden Strukturen bei Ärzten und Apothekern in Anspruch genommen werden können“.

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Die Stadt Mannheim geht einen anderen Weg. Wie sie am Dienstag ankündigte, möchte sie dem gesamten Personal an Schulen und Kitas „eine regelmäßige und einfache Testung zwei Mal pro Woche vor Ort in ihrer Einrichtung ermöglichen“. Deshalb sollen am Donnerstag und Freitag im Rosengarten etwa 800 Personen – zwei bis drei pro Einrichtung – in der richtigen Handhabung der Tests geschult werden. Die Tests selbst, so die Stadt, „werden mit Hilfe der Rettungsdienste an die Einrichtungen verteilt werden und ab dem 22. Februar zur Verfügung stehen“. Das Angebot, die Schnelltests zu nutzen, geht an die etwa 8000 Beschäftigten der rund 180 Kitas und 80 Schulen der Stadt. Außerdem arbeite die Verwaltung an einer Regelung für Kindertagespflegepersonen.

Investition von 500 000 Euro

Der nicht-öffentlich beratende Hauptausschuss des Gemeinderats habe am Montag einer Vorlage zugestimmt, „die die Verwaltung ermächtigt, 80 000 Antigen-Schnelltests zur Verfügung zu stellen“, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung. Nutzen alle Berechtigten die Tests zweimal wöchentlich, würde das für etwa fünf Wochen reichen. Für die Bereitstellung des ersten Kontingents investiere die Stadt etwa 500 000 Euro, hinzu kämen „weitere Ausgaben für Schulungen, Hygieneausstattung und Logistik“. Ob das Land die Kosten am Ende ganz oder teilweise übernimmt, ist offen.