„Kinder unterm Regenbogen“ - Erste Empfänger freuen sich über Spenden der Hilfsaktion von Radio Regenbogen und Regenbogen Zwei – auch in Mannheim Rekordsumme wird an Familien verteilt

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red/lok
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Die ersten Spenden der Rekordsumme sind überwiesen: Trotz Corona-Pandemie sind bei der Hilfsaktion „Kinder unterm Regenbogen“ von Radio Regenbogen und Regenbogen Zwei im vergangenen Dezember 645 000 Euro zusammenkommen. Auch wenn auf die traditionelle Übergabe verzichtet werden musste, war die Freude bei den Empfängern groß.

Lorena aus Mannheim wünschte sich ein Rollstuhlfahrrad. © Radio Regenbogen
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Zum Beispiel bei Lorena. Die heute 24-jährige Mannheimerin kam als gesundes Baby auf die Welt und ist aufgrund einer frühkindlichen neurologischen Entwicklungsstörung im eigenen Körper gefangen, weil die Rückenwirbel vom Hals abwärts versteift werden mussten. Um die Welt wenigstens ein Stück weit erkunden zu können, wünscht sich Lorena ein Rollstuhlfahrrad. Dieser Wunsch wird durch „Kinder unterm Regenbogen“ erfüllt. Beim Anruf in Michelstadt flossen sogar Tränen.

„Dass so viele Menschen in diesen schweren Zeiten noch an andere denken und ein Ohr für diejenigen haben, denen es schlecht geht, hat mich sehr, sehr bewegt“, sagt Angelika, alleinerziehende Mutter des spastisch gelähmten Tom. Die Spastik hat ihren Sohn in den letzten Jahren zunehmend eingeschränkt: Die Hände sind funktionsunfähig und das Gehen wird immer schlechter. Da er nicht mehr in der Lage ist, alleine zu stehen, muss seine Mutter ihn tragen. Da Tom mittlerweile fast so groß ist wie seine Mutter, fällt es ihr immer schwerer, ihn für Arztbesuche oder Physiotherapiestunden ins Auto zu setzen. Deshalb benötigt Angelika dringend ein neues Auto mit Rampe für einen Rollstuhl – das hat die Familie nun. „Eine super Erleichterung“, freute sich Toms Mutter im Telefonat.

Zehn Millionen seit dem Jahr 2000

„Das vergangene Jahr war vermutlich für jeden von uns nicht einfach. Umso bemerkenswerter ist es, dass sich unsere Hörer trotzdem oder gerade deswegen auch gegenseitig unterstützen und mit einem Spendenrekord zeigen, wie sehr wir in Baden und der Pfalz zusammenhalten“, sagt Manuela Bleifuß, Geschäftsführerin und Programmdirektorin bei Radio Regenbogen. Wie dringend diese Hilfe benötigt wird, zeige sich in Gesprächen mit den Familien. „Sie alle bedankten sich mit bewegenden Worten für die große Herzenswärme unserer Hörer.“

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Unter den begünstigten Institutionen ist auch der Hockenheimer Schulkindergarten Sonnenblume, in dem behinderte und nicht behinderte Kinder betreut werden. Alle zusammen hatten sie sich einen Musikgarten im Freien gewünscht, der mit der Spende von „Kinder unterm Regenbogen“ kein Traum mehr bleiben muss. Unterstützt wurde auch das Annastift-Krankenhaus in Ludwigshafen. Seit Bestehen von „Kinder unterm Regenbogen“ im Jahr 2000 sind fast zehn Millionen Euro an Spenden zusammengekommen. Damit konnten knapp 1400 Familien und Institutionen geholfen werden. „Unser Engagement geht über den Spendenmarathon und die Weihnachtszeit hinaus“, sagt Andreas Ksionsek, Organisator von „Kinder unterm Regenbogen“. red/lok