Schnellweg - Unterführung am Aubuckel / Buga-Gesellschaft will Details am Dienstag bekanntgeben Rad-Trasse wird umgeplant

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Thorsten Langscheid
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Beim Ortstermin des Ausschusses in der Feudenheimer Au. (Archivbild) © Christoph Blüthner

Mannheim. Umdenken bei der Stadtverwaltung: Der umstrittene Fahrradschnellweg durch die Feudenheimer Au wird in Teilen neu geplant. Details dazu hatten Vertreter der Bundesgartenschaugesellschaft (Buga GmbH) bereits zu Beginn der vergangenen Woche beim „Runden Tisch Grünzug Nord-Ost“ in einer nichtöffentlichen Sitzung vorgestellt, wie aus Teilnehmerkreisen bekannt geworden war.

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Am Freitag nun lud die Buga GmbH für kommende Woche zu einer Pressekonferenz ein, bei der sie die Planänderungen erläutern will. Anschließend soll das Vorhaben im Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) des Gemeinderats vorgestellt werden. Die Umplanung greift im Wesentlichen den Vorschlag des Bezirksbeirats Feudenheim auf, der im Januar dieses Jahres angeregt hatte, den Radschnellweg statt durch Kleingärten weitgehend auf der bestehenden Straße In der Au zu führen. Zudem solle statt einer ampelgeregelten Querung am Aubuckel eine Unterführung für Radfahrer gebaut werden.

Dadurch könnten weit weniger als die ursprünglich vorgesehenen 26 Kleingärten in Mitleidenschaft gezogen werden. Zudem wäre ein Schnellweg, auf dem Radfahrer minutenlang an einer roten Ampel warten müssen, eine „nachhaltig schlechte Lösung“, wie die Bezirksbeiräte um den Feudenheimer Grünen-Altstadtrat René Leicht im Januar erklärt hatten.

Leicht wies per Pressemitteilung zudem Äußerungen des FDP-Landtagsabgeordneten und Berichterstatters im Petitionsausschuss, Steffen Brauer, zurück. Brauer hatte als Privatmeinung eine Radwegeführung um die Feudenheimer Au herum favorisiert (wir berichteten). Dies sei eine „Provokation“ so Leicht. Der Petitionsausschuss des Landtages will sich im Juli mit dem Radschnellweg befassen.

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Ob die nun abgeänderte Trassenführung im Rahmen des bereits weit gediehenen Planfeststellungsverfahrens genehmigt werden kann, ist indessen unklar. Sprecherin Irene Feilhauer vom Regierungspräsidium Karlsruhe wies darauf hin, dass dies von den Details der Planänderungen abhänge. So könne zum Beispiel erst dann, wenn die konkreten Änderungen bekannt seien, entschieden werden, ob die Planungen neu öffentlich ausgelegt werden müssen. Ob die Trasse rechtzeitig bis zur Buga 2023 fertig werde, hänge zudem auch davon ab, ob die Bauausführung bis dahin abgeschlossen werden kann.

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