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Soziales - Gründerin und Leiterin Julia Wege verlässt Amalie

Professur der nächste Schritt

Von 
kako
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Julia Wege hat in der Mannheimer Neckarstadt das Projekt "Amalie" gegründet, das Frauen aus der Armutsprostitution hilft. © ZDF/Jesco Denzel

Mannheim. Nach acht Jahren verlässt Gründerin und Leiterin Julia Wege die Mannheimer Beratungsstelle für Frauen in der Prostitution, Amalie. Zum 1. September folgt sie dem Ruf auf eine Professur an der RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten. „Die Zeit bei Amalie hat mir unwahrscheinlich viel gegeben, es war und ist mir ein Herzensanliegen, den Frauen, die am Rande der Gesellschaft stehen, zu helfen, auf sie aufmerksam zu machen“, äußerte sich Wege am Donnerstag. Sie werde aber unterstützendes Mitglied im Amalie-Beirat und auch Mannheim weiterhin verbunden bleiben, sagte sie dieser Redaktion.

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Wege „war maßgeblich an der Umsetzung, der Etablierung der Anlaufstelle für Frauen zuständig und am Aufbau eines tragenden Netzwerks an Unterstützern, Stiftern und Spendern beteiligt“, so Michael Graf, Direktor des Diakonischen Werks. Wege habe es geschafft, Menschen auf das Thema Armutsprostitution aufmerksam zu machen und somit für ein Tabuthema zu sensibilisieren. Eine Ausschreibung für eine Nachfolge soll zeitnah veröffentlicht werden. „Auch wenn ich als Person stark mit der Einrichtung verknüpft bin, ist Amalie in der Neckarstadt als Anlaufstelle anerkannt, und die Mitarbeiterinnen genießen das Vertrauen“, erklärte Wege, die im engen persönlichen Kontakt mit Frauen im Rotlichtviertel steht.

Dankbar für Unterstützung

Sie habe „schon immer ein Standbein in der Wissenschaft gehabt“ und sei seit elf Jahren als Lehrbeauftragte tätig, sagte Wege. Nach ihrer Promotion 2020 sei es der nächste Schritt gewesen, hauptberuflich in die Lehre zu gehen. „Die Professur ermöglicht es mir auch, neue Projekte anzustoßen und Studierende der Sozialen Arbeit in die Praxis zu begleiten“, sagte sie. Die Arbeit im Rotlichtmilieu sei zwar schwierig gewesen, so Wege. „Aber für die Unterstützung, die wir durch die Stadt Mannheim und vor allem auch aus der Bevölkerung erfahren haben, bin ich wahnsinnig dankbar. Das hat mich überwältigt.“

Die Beratungsstelle wird finanziert durch die Stadt Mannheim, das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und das Diakonische Werk.

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