Oberbürgermeister Peter Kurz:  Appell zu nachhaltiger Politik und nachhaltigem Handeln

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Thorsten Langscheid
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Mannheim. „Es gibt kein Recht, schlechtes Fleisch aus der Styroporbox zu essen und die Box anschließend auf die Straße zu werfen“ - mit diesem Beispiel erläuterte Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz (SPD) seinen Appell zu nachhaltiger Politik und nachhaltigem Handeln, den er in seiner Neujahrsansprache im vollbesetzten Mozartsaal des Rosengartens an die Mannheimer richtete. Nachhaltigkeit dürfe dabei nicht zum Modewort werden. „Das wäre das Gegenteil dessen, was wir erreichen müssen“, so Kurz.

Mannheims Oberbürgermeister Peter Kurz. © Tröster
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Eine breite gesellschaftliche Mehrheit sei notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. Dass der Generationenkonflikt dabei auch in Mannheim angekommen ist, konnte man am Stand der Schüler-Initiative Fridays for Future sehen. Die Jugendlichen ließen ihren Stand unbesetzt. „Wir haben keine Lust darauf, einen Infostand zu besetzen und mit Menschen zu diskutieren, die dafür verantwortlich sind oder dazu beitragen, dass die Welt heute so ist, wie sie ist“, ist auf einem Schild an dem Stand zu lesen.

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Auch Gastrednerin Gabrysch drängt auf schnelles Umsteuern

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Für ihr Plädoyer für schnelles Umsteuern, um die Klimakrise zu bewältigen, erhielt die Gastrednerin des Neujahrsempfangs viel Beifall. In ihrem Vortrag mit dem Titel „Wie steht es um die Erde und die Menschen? Planetary Health – ein umfassendes Gesundheitskonzept“ hat die Professorin Sabine Gabrysch sich mit den Folgen des Klimawandels auseinandergesetzt. Gabrysch ist Ärztin und Epidemiologin und hat die bundesweit erste und einzige Professur für Klimawandel und Gesundheit an einer medizinischen Fakultät inne. Diese Professur hat die Charité – Universitätsmedizin Berlin gemeinsam mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) eingerichtet. Zuvor leitete die aus Kornwestheim stammende Gabrysch, die unter anderem in Heidelberg studiert hat, als Stellvertreterin das Institut für Global Health an der Universität Heidelberg.

Sie legte in ihrer Rede dar, welchen Handlungsmöglichkeit für Deutschland und die reichen Industrienationen jetzt noch bleiben, um den Ausstoß der Treibhausgase in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts auf null zu reduzieren. „Je später wir damit warten, desto abrupter müssen die Maßnahmen werden“ diagnostizierte sie. Dass Handlungsbedarf bestehe, sei längst unstrittig. „Wir schaden uns mit klimaschädlichen Verhalten vor allem selbst“, führte die Medizinerin aus. Und: „Es geht um unser aller Überleben!“

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Mit Ökostrom und App statt Papierprogramm

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Dabei wurde auch der Empfang selbst, zu dem in dieser Form von Kurz-Vorgänger Gerhard Widder vor 20 Jahren erstmals eingeladen wurde, „zunehmend nachhaltiger“, so eine Mitteilung der Stadt. Durch den Einsatz einer App, in der sich das komplette Programm findet, wird der Papierverbrauch reduziert – Programmhefte gibt es keine mehr. Als erste Großveranstaltung im Rosengarten wird der Neujahrsempfang vollständig durch Ökostrom ermöglicht und durch den verstärkten Einsatz von LED-Lampen werden bei der Beleuchtung des Mozartsaals rund 75 Prozent Energie gespart.

Auch das Angebot an Speisen wird umgestellt und hat einen Schwerpunkt auf regionalen und saisonalen Produkten. Um einen Eindruck vom Verhalten der Besucherinnen und Besucher zu bekommen, gibt es an den Eingängen Buzzer, mit denen Auskunft über das Verkehrsmittel der Anreise gegeben wird.

„Natürlich wäre es wünschenswert, dass möglichst selten der Buzzer für das Auto gedrückt wird“, heißt es in der städtischen Programmankündigung. Sogar die Pflanzen, die beim Defilee-Stand des Oberbürgermeisters und seiner Ehefrau Daniela Franz aufgebaut sind, sollen am Ende des Tages an Besucher verschenkt werden.

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