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Geburtstag - Diakon Günter Barth wird 75 Jahre alt

Nikolaus war immer sein Vorbild

Von 
Peter Ragge
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Drei Buchstaben machen den Unterschied – aber sein Glaube ist geblieben, gelebte Güte nach dem Vorbild des Heiligen Nikolaus bleibt nach wie vor seine Maxime: Günter Barth, der letzte katholische Binnenschifferseelsorger im Hafen, ist inzwischen Diakon der Alt-Katholischen Kirche. Heute feiert er seinen 75. Geburtstag.

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© privat

Am Neckarufer im Theresienkrankenhaus als Sohn eines Binnenschiffers geboren, wuchs er in der Neckarstadt auf und war in der Gemeinde St. Nikolaus Ministrant und Mitglied in der katholischen Jugend. Zunächst Großhandelskaufmann und Pharmazeutischer Gehilfe, studierte er auf dem zweiten Bildungsweg Sozialarbeit und war im Gefängnis tätig. Nebenher bildete er sich in der katholischen Theologie weiter und absolvierte die Ausbildung zum ständigen Diakon. Ehrenamtlich lag ihm besonders die Betreuung der Bewohner des Richard Böttger Heims am Herzen. 1998 übernahm er hauptamtlich die Binnenschifferseelsorge, fuhr mit dem – inzwischen verkauften – Boot St. Nikolaus im Hafen, auf Rhein und Neckar zu den Binnenschiffern bis zu seiner Pensionierung 2011. Dass die Kirche diese Stelle nach seiner Pensionierung wegrationalisierte, schmerzte ihn – die Kontakte, etwa zum Schifffahrtsverein oder zum Museumsschiff, pflegt er gerne weiter.

Von Katholiken ausgeschlossen

2002 starb seine Frau, doch er fand eine neue Liebe. 2012, nach seinem Ruhestand, wollte er sie heiraten. Das Erzbischöfliche Ordinariat erteilte ihm dafür nicht nur keinen Dispens, es antwortete nicht einmal auf sein Schreiben – schloss Barth aber unmittelbar nach der Übersendung der Heiratsurkunde aus der Katholischen Kirche aus. Daraufhin wandte er sich der Alt-Katholischen Kirche zu, wo er liebevolle Aufnahme und wieder eine geistliche Heimat fand und wo sein Engagement als Diakon gemäß seinem Weihspruch „Liebe ist die Wurzel des Dienens“ nun sehr geschätzt wird.

Auch als Alt-Katholik schlüpft er weiter in das Gewand eines katholischen Bischofs. In Neckarau, wo er sich auch im Verein Geschichte Alt-Neckarau einbringt, tritt er mit Mitra, Bischofsstab und Gewand immer sehr authentisch beim Nikolausmarkt des Heimatvereins auf, erzählt Geschichten über den Heiligen und verteilt an die Kinder Süßigkeiten. (Bild: privat)

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