Universität Mannheim - „Cultural Innopreneurship“ wird unterstützt Neues Programm mit Kulturfokus

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Im Rahmen der EU-Initiative „Europäische Universität“ entsteht bis 2023 an der Universität Mannheim ein neues Zertifikatsprogramm für Studierende und Berufstätige – besonders aus dem Kulturbereich. Gefördert wird es vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mit 750 000 Euro über drei Jahre.

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Die Universität Mannheim hatte sich mit sechs weiteren Universitäten aus ebenso vielen verschiedenen Ländern in der „Europäischen Hochschule ENGAGE.EU2“ zusammengetan. Dieser Zusammenschluss wolle seine Studierenden dazu zu befähigen, „als sozial engagierte europäische Bürgerinnen und Bürger zu handeln“ – und Einfluss auf die Gesellschaft als Ganzes zu nehmen.

Blick auf den Ostflügel der Universität Mannheim. © Markus Prosswitz

Das bedeute „auf innovative Art zu lehren, forschen und die breitere Öffentlichkeit in ihre Arbeit miteinzubeziehen“, heißt es in einer Mitteilung der Universität. Und genau um diese Ziele zu erreichen, erhält die Schlossuniversität nun eine zusätzliche Förderung des DAAD im Rahmen des nationalen Begleitprogramms zur EU-Initiative „Europäische Hochschulen“.

Gründerwissen für Studis

Gefördert wird damit auch der Aufbau des englischsprachigen Zertifikatsprogrammes „Cultural Innopreneurship“ – letzteres Wort ist eine Mischung aus Innovation und Unternehmertum. Es richtet sich an Studierende und Beschäftigte der Universität und der ENGAGE.EU-Partneruniversitäten. Aber auch an Externe, die zum Beispiel in Kulturbetrieben wie Museen arbeiten.

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Das Programm verstehe sich deshalb auch als Fort- und Weiterbildungsprogramm. Es besteht aus verschiedenen Modulen, die einzeln belegt oder zur Diplomstufe im Weiterbildungsbereich (Diploma of Advanced Studies) kombiniert werden können, wird in der Presseinformation beschrieben. Einschreibungen sollen spätestens zum Herbst-/Wintersemester 2023 möglich sein.

Das Programm bildet die Teilnehmenden in drei Schwerpunktbereichen aus: Im Bereich „Cultural Entrepreneurship (deutsch etwa: Kulturelles Unternehmertum)“ lernen Personen, die im Kulturbereich arbeiten und für die die Selbständigkeit eine Option ist, Methoden aus der Gründerausbildung kennen. Zudem sollen Studierende der Betriebswirtschaftslehre für eine Arbeit im Kultursektor – der mitunter ganz anders funktioniert als ein Wirtschaftsunternehmen – vorbereitet werden. Im Bereich „Cultural Intrapreneurship (deutsch etwa: Kulturelles unternehmerisches Handeln der Mitarbeitenden)“ liegt der Fokus auf dem Veränderungspotenzial von Kulturinstitutionen.

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Der Schwerpunkt „Cultural Innopreneurship“ wiederum „soll das Innovationspotenzial von sektorübergreifender Arbeit an Schnittstellen von Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur“ im Blick haben. Kooperationen mit Kulturinstitutionen, wie etwa den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen, sollen den Austausch ebenso wie Lehrende aus vielen Disziplinen befördern. Hiram Kümper, Inhaber der Carl-Theodor-Stiftungsprofessur am Historischen Institut, hat die Federführung der Programm-Entwicklung inne. see