Pandemie - Neue Allgemeinverfügung mit Alkoholverbotszonen / Mutante aus Großbritannien in Mannheim / Stadt meldet bislang 32 714 Impfungen Neue Virusmutation bei 24 Infizierten nachgewiesen

Von 
Steffen Mack
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Coronatest © Oliver Berg

23 neue Fälle einer nachgewiesenen Infektion mit dem Coronavirus meldet das Gesundheitsamt am Freitag. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt damit deutlich auf 67,9. Zugleich wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet: Eine über 40-Jährige verstarb im Krankenhaus außerhalb Mannheims.

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Mutierte Virus-Varianten sind in Mannheim mittlerweile 24 Mal nachgewiesen worden. Den ersten Fall hatte die Stadt am 1. Februar gemeldet. Bei neun der 24 Infizierten ist die Virusvariante B.1.1.7. nachgewiesen worden, die in Großbritannien aufgetreten ist. Bei dieser Mutation gebe es laut Stadt Hinweise darauf, dass die Variante infektiöser ist. Bei den anderen Mutationen erfolge eine Diagnostik zur Bestimmung der konkreten Variante, was mehrere Wochen dauern kann. Zwei Varianten seien bereits im Januar erfasst worden. Generell gestalte sich das lokale Infektionsgeschehen diffus. Eine lückenlose Nachverfolgung der Ansteckungsketten sei erst wieder bei einer Inzidenz unter 50 möglich.

Mit den Virusvarianten hatte die Stadt am Donnerstagabend wieder eine nächtliche Ausgangssperre ab Freitag eingeführt. Auch auf 82 Corona-Patienten in den Mannheimer Krankenhäusern wird verwiesen, von denen 16 auf Intensivstationen liegen. Die Stadt hat zudem eine neue Allgemeinverfügung zur Maskenpflicht und Alkoholverbotszonen erlassen, die ab Samstag, 13. Februar gilt. Demnach ist der Ausschank und Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit untersagt. Zur Wahrung der Verhältnismäßigkeit erfolge das Verbot nicht stadtweit, sondern nur auf festgelegten Orten, die nicht nur, aber gerade zur Faschingszeit Menschen zum Feiern anziehen.

Festgelegte Alkoholverbotszonen

Darunter fallen unter anderem die Wasserturmanlage, Willy-Brandt-Platz, Planken, sowie Breite Straße oder Alter Meßplatz. Eine Karte mit den Verbotszonen gibt es unter www.mannheim.de. Zum Alkoholverbot zählt der Konsum von privat mitgebrachten und erworbenen alkoholischen Getränken. Das schließt den Verkauf alkoholischen Getränken durch Außer-Haus-Verkäufe an Kunden ein. Erlaubt ist der Verkauf im Einzelhandel für privaten Konsum. Die Maskenpflicht gilt wie bisher.

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Vom 27. Dezember bis zum 12. Februar wurden in Mannheim laut Stadt 32.714 Impfungen durchgeführt. Dabei handelt es sich bei 19 724 um Erstimpfungen und bei 12 990 um Zweitimpfungen. Die Zahlen schließen Impfungen im Impfzentrum und der mobilen Impfteams ein. Die nächtliche Ausgangssperre hat laut Mannheimer Polizeipräsidenten dazu beigetragen, dass sich das Virus deutlich gebremst ausgebreitet hat. „Zwei Wochen, nachdem die Stadt Mannheim als erste Kommune die Ausgangssperre eingeführt hatte, ging die Zahl der Neuinfektionen anders als in den Nachbarkreisen zurück“, sagte Andreas Stenger. Während der Ausgangssperre waren täglich zusätzlich 70 Beamte im Einsatz. lia/sma/lsw

Redaktion Steffen Mack schreibt als Reporter über Mannheimer Themen