Nationaltheater - Beschluss zu Ersatzspielstätten steht an

Neubau im Luisenpark?

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pwr
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Der Gemeinderat entscheidet am Donnerstag endgültig über das Konzept für die Ersatzspielstätten während der Mitte 2022 beginnenden und fünf Jahre dauernden Generalsanierung des Nationaltheaters. Dabei soll die Verwaltung ermächtigt werden, Mietverträge und Bauaufträge bis zu einer Maximalgrenze von 31,9 Millionen Euro abzuschließen. Auf diese Summe hatten sich die Stadträte bei der Vorberatung im Hauptausschuss geeinigt. Das Konzept sieht vor, dass das Schauspiel im ehemaligen Kino der Amerikaner auf Franklin unterkommt. Für die Oper sollen das Rokokotheater Schwetzingen und der Pfalzbau Ludwigshafen angemietet sowie eine Leichtbauhalle auf dem derzeit vom Oktoberfest genutzten Platz beim Technoseum errichtet werden.

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Hierzu hat die Mannheimer Liste (ML) nun kurzfristig als Alternative vorgeschlagen, lieber die Baumhainhalle im Luisenpark abzubrechen, die ebenfalls ein Sanierungsfall sei. Stattdessen solle hier die temporäre Ersatzspielstätte mit repräsentativem Eingangsbereich zur „Neuen Parkmitte“ errichtet und später weiter vom Park genutzt werden. „Der Besuch einer Oper während der Bundesgartenschau im Luisenpark ist sicherlich eine hervorragende Attraktivitätssteigerung und ein Alleinstellungsmerkmal“, so die ML. Durch diese Lösung könne das Oktoberfest am bewährten Standort bleiben. Ob sich die ML-Idee aber so prüfen und dann schnell umsetzen lässt wie nötig, nämlich bis Mitte 2022, ist derzeit offen.