Nachtwandel - Künstler, Gruppen und Bars präsentieren sich zum 15. Mal im aufstrebenden Stadtteil Jungbusch / Erstmals Container am Verbindungskanal Multikulti zwischen Hafen und City

Von 
Bernhard Haas
Lesedauer: 
Das C-Hub in der Hafenstraße ist ein Anziehungspunkt vor allem für junges Publikum. © Tröster

Der Nachtwandel feiert Geburtstag: Was 2003 in kleinem Rahmen aus dem Engagement der Bewohner des Jungbuschs entstand, hat sich zu einem Magneten entwickelt, der rund 30 000 Besucher aus der gesamten Region anzieht. Am Freitag, 25. Oktober, und Samstag, 26. Oktober, wird zum 15. Mal zwischen Hafen und City gefeiert.

Der Nachtwandel 2019

  • Über 800 Künstler und Gruppen präsentieren am Freitag, 25. Oktober, und Samstag, 26 Oktober, jeweils von 19 bis 24 Uhr an mehr als 70 Orten über 90 Veranstaltungen.
  • Erstmals gibt es für Kinder einen „kleinen Nachtwandel“ am Samstag, 26. Oktober, zwischen 17 und 19 Uhr.
  • Den Besuchern wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder dem Fahrrad empfohlen, da es im Jungbusch kaum Parkmöglichkeiten gibt. Die Zufahrtsstraßen in den Jungbusch werden gesperrt. has
AdUnit urban-intext1

„Das einzig Konstante ist der Wandel“, sagte Quartiermanager Michael Scheuermann bei der Vorstellung des Programms im Atelier 23 in der Werftstraße. Hier hat die Künstlerin Denise Hermenau-Pulvers eine Heimat gefunden. Während des Kinderprogramms dürfen die Kleinen hier mit den Händen malen und mit Ton arbeiten. „War der Jungbusch zu Beginn am Rande der Stadt, liegt er nun im Zentrum eines kulturellen Brennpunktes“, so der Quartiermanager. Waren früher leerstehende Hallen und Gebäude für den Nachtwandel die geeigneten Örtlichkeiten, so gebe es jetzt keine Leerstände mehr. Diese seien dank der Firma Contargo, die 13 Container aufstellt, neu geschaffen worden, um den Künstlern Raum zu bieten, in dem sie sich entfalten können.

Kunst aus dem Stadtteil heraus

„Was geblieben ist, ist, dass wir Kunst für alle und mit allen schaffen wollen“, berichtete Scheuermann. Seit einem halben Jahr sei an dem Programm gefeilt worden, das viele Neuigkeiten und einige Änderungen beinhaltet, erklärte der Programmkoordinator Bernd Görner. Da die Veranstaltung selbst keinen Eintritt kostet, legen die Organisatoren jedem Besucher nahe, gegen eine Spende von fünf Euro einen Blinkstern oder einen Becher zu erhalten, in den die Getränke gefüllt werden können. Über 800 Künstler und Kreativgruppen aus der Stadt beteiligen sich an dem Kunst- und Kulturfest. Insgesamt entstanden so mehr als 90 Programmpunkte, die an den beiden Tagen an über 70 verschiedenen Orten jeweils zwischen 19 und 24 Uhr präsentiert werden.

Zum ersten Mal gibt es am Samstag zwischen 17 und 19 Uhr einen „kleinen Nachtwandel“. Auf dem Spielplatz Beilstraße wird zum Beispiel gebastelt. Die Hafenbande bietet für Kinder von drei bis sechs Jahren eine Lesebühne, auf der jede halbe Stunde aus einem anderen Buch Geschichten vorgelesen werden.

Balance zwischen laut und leise

AdUnit urban-intext2

Mit einem besonderen Augenmerk haben die Organisatoren darauf geachtet, dass die Balance zwischen laut und leise gewahrt bleibt. So herrschen in der Kirchenstraße die eher leiseren Töne vor. Zwei Einfahrten laden mit einer Tanz-Performance und Klaviermusik zum Mitmachen ein. Die Hafenkirche bietet ein beschaulich-ruhiges Musikprogramm. Auch in der lebhaften Jungbusch- und der Beilstraße lassen sich ruhigere Orte finden. Zum Beispiel gewähren Hinterhöfe außergewöhnliche Einblicke.

Im orientalischen Basar des Internationalen Frauentreffs, bei türkisch-arabischen und indischen Tanzdarbietungen in der Orientalischen Musikakademie und Ebru Malerei zeigt sich der Stadtteil von seiner multikulturellen Seite. In anderen Höfen warten dagegen musikalisches Kabarett, Fotoausstellungen, Lesungen und Projektionen sowie essbare Kunstwerke auf die Besucher. Auch auf aktuelle Entwicklungen wird im Jungbusch hingewiesen. Verschiedene Gruppen haben sich mit Themen des Stadtteils beschäftigt und zeigen ihre Ergebnisse in Ausstellungen und Kreativprogrammen.

AdUnit urban-intext3

Den Festbesuchern wird dringend empfohlen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad anzureisen, da im Jungbusch nur wenig Parkplätze zur Verfügung stehen. Verkehrswidrig abgestellte Fahrzeuge werden zeitnah abgeschleppt, kündigte die Stadt an.

AdUnit urban-intext4

Info: Mehr Infos zum Programm unter nachtwandel-im-jungbusch.de

Mehr zum Thema

Jungbusch-Fete Tipps zu Anreise: So kommst du zum Mannheimer Nachtwandel

Veröffentlicht
Von
pat/stp
Mehr erfahren

Wer, was, wann, wo? (25. bis 29.Oktober) Veranstaltungstipps für Mannheim und die Region

Veröffentlicht
Mehr erfahren

Lokales Mannheim: Der Nachtwandel 2018 im Jungbusch "uff kurpälzisch"

Veröffentlicht
Laufzeit
Mehr erfahren

Veranstaltungen Kunst und Kultur im Hafenkiez

Veröffentlicht
Von
has
Mehr erfahren

Jungbusch Nachtwandel mit neuem Becher und Programm

Veröffentlicht
Von
lia
Mehr erfahren

Mannheim-Jungbusch Nachtwandel startet erneut im Oktober

Veröffentlicht
Von
Anke Philipp
Mehr erfahren

Mannheim Das sind die Gesichter vom Mannheimer Nachtwandel 2018

Veröffentlicht
Von
Sturm
Bilder in Galerie
7
Mehr erfahren

Mannheim Nachtwandel begeistert auch am zweiten Abend

Veröffentlicht
Von
Blüthner
Bilder in Galerie
14
Mehr erfahren

Mannheim Mannheim: Nachtwandel 2018 im Jungbusch gestartet

Veröffentlicht
Von
Tröster
Bilder in Galerie
39
Mehr erfahren

Jungbusch Nachtwandel 2017 lockt Besucher an - der Samstag

Veröffentlicht
Von
Pressefotoagentur Thomas Tröste
Bilder in Galerie
16
Mehr erfahren

Lokales 13. Nachtwandel 2017

Veröffentlicht
Laufzeit
Mehr erfahren

Schlossgarten Skulpturen sind in mystisches Licht getaucht

Veröffentlicht
Von
Volker Widdrat
Mehr erfahren

Neckarstadt-West Stadtteil zeigt seine Sonnenseiten

Veröffentlicht
Von
Fabian Busch
Mehr erfahren

Hohe Sicherheitsauflagen Arkadenfest steht auf der Kippe

Veröffentlicht
Von
Peter W. Ragge
Mehr erfahren

Redaktionsassistenz