„Wir über uns“

„MM“ wählt mit beim Reporterpreis

Von 
red
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Selfie im „Tipi“: Reporterpreis-Erfinder Schnibben (li.), Lübke. © lü

Am Anfang stand die Rekordbeteiligung von 1612 Bewerbungen, am Ende gab es 13 Preisträger – darunter neun von „Spiegel“ und „Zeit“. Der Deutsche Reporterpreis ist eine der renommiertesten Journalistenauszeichnungen des Landes. Dirk Lübke, Chefredakteur des „Mannheimer Morgen“ („MM“), gehörte erneut zur Vorjury beim Thema Interview, eine von zwölf Preiskategorien.

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Dabei hatte er aus mehreren Dutzend Texten die besten auszuwählen und war Gast bei der Preisverleihung diese Woche im Theater „Tipi am Kanzleramt“ in Berlin. „Etwa 15 Stunden vergnügliche Lesearbeit haben gezeigt, wie viel sprachliche Exzellenz, Hartnäckigkeit, herausragende Recherche, Ideenreichtum und Mut in deutschen Medien steckt“, so Lübke.

Ausgezeichnet wurden die beste Reportage („Spiegel“-Reporter Markus Feldenkirchen begleitete monatelang den Kanzlerkandidaten Martin Schulz), das beste Interview („Zeit“-Reporter Steffen Dobbert befragte den britischen EU-Ablehner und Rechtspopulisten Nigel Farage). Preise gab es auch für herausragende datenjournalistische Arbeiten, Wissenschaftsjournalismus, Video, Investigatives, Essay, Multimedia, Lokalreportage, Kulturkritik. Auch Baden-Württemberg war unter den Siegern: Reporter Peter Schwarz von der „Waiblinger Kreiszeitung“ gewann den Preis für die beste Lokalreportage über ein fast verhungertes Pflegekind, das er 19 Jahre nach dem Vorfall traf und dies beschrieb.

Der langjährige „Spiegel“-Reporter Cordt Schnibben, Erfinder der Auszeichnung vor zwölf Jahren, sagte am Abend: „Leser sind vom Empfänger zum Sender geworden. Journalistisch gutes Handwerk und Transparenz sind bedeutender denn je in Zeiten, wo vielen Lesern Wut wichtiger als die Wahrheit ist.“ Den Abend in Berlin moderierte „Heute Journal“-Sprecher Claus Kleber. Er gehörte – wie etwa „Tagesthemen“-Moderatorin Caren Miosga, Ex-„ZDF“-Chefredakteur Nikolaus Brender, Schauspieler Ulrich Matthes, Fernsehproduzent Friedrich Küppersbusch, Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling, Blogger Sascha Lobo – zur Hauptjury. 

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Info: Alle Preisträger-Beiträge unter http://goo.gl/6txCiG  

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