Verkehr - Polizei stoppt 18- und 21-jährige Autofahrer nach illegalem Rennen auf der Rheinau

Mit Tempo 200 über die B 36

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pol/cs
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© Rolf Vennenbernd

Mannheim. Ein 18-jähriger Golf-GTI-Fahrer und ein 21-jähriger Mercedes-Fahrer haben sich ein Autorennen auf der Bundesstraße 36 geliefert. Einer Polizeistreife fielen am Sonntagabend die beiden nebeneinanderstehenden Wagen an der Ampel an der Kreuzung Rhenaniastraße/Schwetzinger Landstraße auf. Wie die Polizei am Montag mitteilte, beschleunigten beide Fahrer beim Umschalten der Ampel auf Grün und rasten mit überhöhter Geschwindigkeit die Schwetzinger Landstraße in Richtung B 36 nach Mannheim davon.

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An einer Verengung auf eine Fahrspur setzte sich der Golf-Fahrer knapp hinter den Mercedes, und beide fuhren mit der höchstmöglichen Geschwindigkeit auf die B 36 in Richtung Mannheim auf. Der Golf zog über die durchgezogene Linie unmittelbar auf die linke Fahrspur, der Mercedes wechselte auf den rechten Fahrstreifen. Beide Fahrer beschleunigten zunächst weiter.

Urinprobe manipuliert

Als sie den Streifenwagen bemerkten, bremste der Mercedes ab. Der Golf dagegen beschleunigte weiter und fuhr unter ständigem Fahrstreifenwechsel in Richtung Stadtmitte. Obwohl die Beamten ihm mit einer Geschwindigkeit jenseits der 200 Kilometer pro Stunde folgten, konnten sie den 18-Jährigen erst einholen, als dieser an der Ausfahrt Pfingstberg die B 36 wieder verließ und in Richtung Rheinau abbog. In der Waldseestraße konnte der Golf schließlich gestoppt und kontrolliert werden. Darin saßen, neben dem Fahrer, drei weitere Personen.

Der Mercedes-Fahrer konnte im Rahmen einer Fahndung nahe seiner Wohnanschrift festgestellt werden. Bei dessen Kontrolle bemerkten die Beamten deutliche Anzeichen für Drogenkonsum. Beim Test versuchte der 21-Jährige, aus einem in seiner Unterwäsche versteckten Behältnis künstlichen Urin in den Becher zu geben. Die Beamten bemerkten dies, bei einer anschließenden regulären Urinprobe reagierte ein Drogentest positiv auf Cannabis.

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Gegen beide Männer wird wegen Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen ermittelt, ihre Führerscheine mussten sie abgeben. Der Mercedes-Fahrer muss sich zusätzlich wegen Fahrens unter Drogeneinfluss sowie Verdachts des Drogenbesitzes verantworten. Personen, die durch die Fahrweise der Raser gefährdet wurden, sollen sich bei der Polizei, Tel. 0621/83 39 7-0, melden.