Serie Landtagswahl - Martina Irmscher, Kandidatin der Freien Wähler im Norden, will Erholungsbedürfnisse der Bürger stärker berücksichtigen Martina Irmscher, Freie Wähler, Mannheim-Nord: „Wir müssen den Bahnlärm reduzieren“

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Martina Irmscher wirbt unter anderem für eine zukunftsfähigere Bahn-Planung und einen Güterzugtunnel. © Martina Irmscher

Mannheim. Zu Landtagswahl Baden-Württemberg haben wir allen Kandidatinnen und Kandidaten aus den Wahlkreisen Mannheim-Nord und Süd die Gelegenheit gegeben, sich mit Fragebögen den Wählerinnen und Wählern vorzustellen. Die Antworten dokumentieren wir hier, für deren Inhalt sind die Kandidaten verantwortlich.

Lokales Landtagswahl Baden-Württemberg 2021: Martina Irmscher (Freie Wähler)

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Für die Freien Wähler tritt bei der Landtagswahl am 14. März im Mannheimer Norden Martina Irmscher an. Die Diplom-Verwaltungswirtin ist 58 Jahre alt, verheiratet und lebt in Blumenau.

Warum sollten die Mannheimer Sie in den Landtag wählen?

Mannheim sollte möglichst stark im Landtag vertreten sein. Hierzu bietet sich nun die Möglichkeit, eine weitere Partei der Mitte zu wählen: die Freien Wähler. Bürgernah. Bodenständig. Sachorientiert. Bürgernähe, als aktiver, transparenter, sachbezogener Austausch mit der Politik und Verwaltung ist für mich die Basis für gute, tragfähige Entscheidungen. Daran habe ich mich bisher als Bürgerin selbst orientiert und engagiert: zum Erhalt des Kindergartens in Blumenau, im Aktionsbündnis MA-Nord zur Coleman Konversion, in der „Schutzgemeinschaft Käfertaler Wald“ für den Erhalt des Erholungswaldes, in der BI – Gesundheit statt Bahnlärm in Mannheim – zusammen mit der überregionalen IG BRN21 (der Interessengemeinschaft Bahnregion Rhein-Neckar 21, die Red.) für zukunftsfähige Bahnplanung und Güterzugtunnel in Mannheim. Die Bewältigung der großen Themen unserer Zeit lastet heute auf den Kommunen: Corona, Klimaschutz, demographischer Wandel, Sicherheit, Zuwanderung und Digitalisierung.

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Was sind die drei wichtigsten Mannheimer Probleme, die Sie von Stuttgart aus lösen wollen?

 Die Fusion der Universitätskliniken HD und MA sehe ich als Chance für Mannheim. Ich werde mich dafür einsetzen, dass der wichtige Standort zur medizinischen Versorgung in Mannheim erhalten bleibt und das Gesundheitssystem aufgrund der Erfahrungen mit Corona gestärkt wird, insbesondere die Pflege. Die unveränderten länderübergreifenden Verkehrsprobleme Mannheims müssen vor dem Hintergrund des Klimaschutzes neu gedacht werden. Forschung und Entwicklung alternativer Antriebe in der Region, länderübergreifender ÖPNV und Radwegenetz sollen zuverlässig auf lange Sicht gefördert werden. „Mehr Personen und Güter auf die Schiene“, oftmals von der Politik beschworen – meist bleibt es bei Worten. Die bisherigen Jahrhundertplanungen der Trasse Frankfurt-Mannheim-Karlsruhe stehen einer modernen, klimaneutraleren Zukunft und damit dem Klimaschutzgesetz entgegen. Das Land soll sich wie an anderen Orten an den Planungen beteiligen, auch an einem Tunnel in Mannheim. Der Käfertaler Wald soll als Erholungswald erhalten bleiben. Der Umweltschutz und die Erholungsfunktion sind vor einer Gewinnerzielung und Kahlschlag intakter Bäume unbedingt vorrangig. Ich werde mich für einen sanften Umstieg auf robustere Hölzer einsetzen, um den Wald für die Menschen in der Region zu erhalten.

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Was aus Ausbildung und Beruf hilft Ihnen in der Politik?

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In meiner Ausbildung habe ich sozusagen „Verwaltung“ erlernt und bin in der IT beschäftigt. Das wird mir helfen, mich in der Landespolitik zurechtzufinden.

Haben Sie eine Frage an die Landtagswahl-Kandidaten: Dann schreiben Sie uns eine E-Mail! Bitte notieren Sie darin auch, an welche Kandidatin oder Kandidaten sich Ihre Frage richtet.

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Meinung zu einem Thema geändert und warum?

 Ich sah mich politisch gut vertreten. Ein Parteibeitritt war ausgeschlossen. Dann war ich bestürzt über das von der Umweltbürgermeisterin vorgestellte Vorhaben, bis zu 13 Windkraftanlagen im Käfertaler Wald aufzustellen. Ich revidierte meine Meinung zur Politik: Mit den Freien Wählern werde ich dazu beitragen, dass Ökonomie und Ökologie vereinbart sind.

Wofür haben Sie das letzte Mal an einer Demonstration teilgenommen?

an der Demo der Eugen-Neter-Schule „Für einen sicheren Schulweg in Blumenau“ vor dem Rathaus. Ich unterstütze darüber hinaus den Lückenschluss im Radwegenetz bis zur hessischen Landesgrenze.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Roland Weiß. Unermüdlich hatte sich unser Stadtrat für Vereine und Bürgerinitiativen eingesetzt und vorbildlich die Interessen der Menschen im Mannheimer Norden vertreten. Sein Tod nach kurzer schwerer Krankheit hat mich sehr getroffen. Ich wünsche mir die Unterstützung der WählerInnen, um die Politik in seinem Sinne für Mannheim fortführen zu können.

Worauf freuen Sie sich am meisten, sobald die Corona-Lage es wieder erlaubt?

Der persönliche Kontakt! Aber Schwimmen, einmal die Woche, mit meiner Freundin im „Waldhof-Ost“, das wäre auch toll!

Überblick zu den Kandidaten-Fragebögen aus dem Wahlkreis Mannheim-Nord