Serie Landtagswahl - Martin Weinmann kandidiert im Mannheimer Norden für die ÖDP Martin Weinmann, ÖDP, Mannheim-Nord: "Wichtig ist die Politik, die man für Mannheim macht"

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Zu Landtagswahl Baden-Württemberg haben wir allen Kandidatinnen und Kandidaten aus den Wahlkreisen Mannheim-Nord und Süd die Gelegenheit gegeben, sich mit Fragebögen den Wählerinnen und Wählern vorzustellen. Die Antworten dokumentieren wir hier, für deren Inhalt sind die Kandidaten verantwortlich.

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Im nördlichen Wahlkreis tritt für die ÖDP Martin Weinmann an. Der Gesundheits- und Krankenpfleger ist 1964 geboren und wohnt in Heidelberg.

Warum sollten die Mannheimer Sie in den Landtag wählen?

Martin Weinmann tritt im Mannheimer Norden für die ÖDP an. © Martin Weinmann

Wichtig ist nicht, ob ein Kandidat aus Mannheim stammt oder nicht, wichtig ist die Politik, die man für Mannheim machen wird und will. Ich bin zwar aus Heidelberg, habe aber viele Bekannte und teils auch Verwandte in Mannheim und war schon oft und bin immer wieder in Mannheim. Ich kenne die Stadt. Als Landtagsabgeordneter werde ich mich für Mannheimer Anliegen ebenso stark machen, wie auch für allgemeine ökologische Politik, die dann auch Mannheim zugutekommt. Eine Politik, die einer ökologischen Verkehrswende, einer Energiewende und einer Agrarwende den klaren Vorzug gibt. Dies kommt der gesamten Bevölkerung zugute, also auch Mannheim.

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Was sind die drei wichtigsten Mannheimer Probleme, die Sie von Stuttgart aus lösen wollen?

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Erlauben Sie mir, dass ich vier Punkte nenne:

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1. Bildung: Chancengleichheit für alle Kinder verbessern, v.a. für diejenigen, die durch die Lockdowns noch mehr ins Hintertreffen geraten sind.

2. Verkehrswende: Stärkung des ÖPNV, von Fußgängern und Radfahrern, so dass es für viele und für immer mehr eine echte Alternative zum Auto gibt.

3. Die von Stuttgart aus gewünschte Fusion der Klinikstandorte Mannheim und Heidelberg zum Wohle der Beschäftigten und Patientinnen regeln und gute Lösungen finden.

Aber auch das ist wichtig: Lärmschutz (am besten mit Tunnellösung) für die geplante Erweiterung des Güterverkehrs per Bahn auf der ICE-Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim

Was aus Ihrer Ausbildung und Ihrem Beruf hilft Ihnen in der Politik?

Vom erlernten Beruf her hilft mir die Eigenständigkeit im Arbeiten, das richtige Reagieren auf aktuelle Ereignisse. Ich bin gelernter examinierter Gesundheits- und Krankenpfleger. Aber meine eigentliche Arbeit heute ist die Personalratsarbeit am Uniklinikum Heidelberg. Ich bin teilfreigestellt. Das hat schon sehr viel mit Politik zu tun. Wir sind für die Beschäftigten da in ihren Anliegen, Fragen und oft auch Sorgen und Nöten. Also Verhaltensweisen und Eigenschaften, die auch für Politiker unablässig sind.

Haben Sie eine Frage an die Landtagswahl-Kandidaten: Dann schreiben Sie uns eine E-Mail! Bitte notieren Sie darin auch, an welche Kandidatin oder Kandidaten sich Ihre Frage richtet.

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Meinung zu einem Thema geändert und warum?

In der Politik schon lange nicht mehr, das Programm der ÖDP ist in jeder Hinsicht eindeutig. Das bedeutet aber nicht, dass ich durch gute Argumente nicht umzustimmen wäre.

Wofür haben Sie das letzte Mal an einer Demonstration teilgenommen?

Meine letzte Demo war die Teilnahme an den Kundgebungen der Fridays-for-Future Bewegung in Heidelberg (Klimastreik).

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Martin Luther King. Ein beeindruckender Mensch, der für seine Ideale und seine Bevölkerung gekämpft hat, weil er davon überzeugt war.

Worauf freuen Sie sich am meisten, sobald die Corona-Lage es wieder erlaubt?

Ich halte die Corona-Maßnahmen im Prinzip für richtig. Als jemand, der im Gesundheitswesen arbeitet, weiß ich, wie sehr die Pflegenden und das ganze Personal durch Covid-19 belastet sind. Die Maßnahmen sind, so belastend sie auch sein mögen, leider notwendig, um das Gesundheitssystem nicht kollabieren zu lassen. Dass wir zurzeit so eine gute Entwicklung haben, ist einzig und allein darauf zurückzuführen. Wir können sicher bald auch über Lockerungen nachdenken, wenn wir noch ein wenig durchhalten. Auf einen Besuch in einem Biergarten freue ich mich vor allem. Aber auch auf Reisen, die bei mir nur mit der Bahn stattfinden, freue ich mich.

Überblick zu den Kandidaten-Fragebögen aus dem Wahlkreis Mannheim-Nord