Mannheim: Verlassenes Waldohreulenküken aus 13 Metern Höhe gerettet

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pri/red
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Mannheim. Wenn Tiere in Not sind, dann kommt oft die Feuerwehr zum Einsatz. Doch nicht immer können die Einsatzkräfte ihr Spezialgerät auch einsetzen. Bei einer Eulenrettung in einem Garten in Mannheim-Feudenheim war das Nest im Baum für die Drehleiter nicht erreichbar. Eine neue Idee musste her.

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Sofort wurde eine Leiter in den Baum gestellt. Doch nicht ein gesicherter Feuerwehrmann stieg die 13 Meter in den Baum, sondern der 79-jährige Gerhard Rietschel, der ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte der Stadt Mannheim.

Innerhalb von kurzer Zeit stieg der rüstige Rentner die Leiter empor. Gleich mehrere Waldohreulenküken waren von ihren Eltern verlassen worden - und dieses Tier als letztes im Nest übrig. In den Tagen zuvor waren seine Geschwister verhungert aus dem Nest gefallen. Als nun das letzte Küken vor Hunger schrie und keine Euleneltern zurückkamen, entschloss man sich zur Rettung.

Gerhard Rietschel nahm das Eulenküken an sich und will es nun aufpäppeln. Anschließend kommt es in eine Aufzuchtstation und wird in wenigen Wochen wieder in die Freiheit entlassen.

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Auf Nachfrage, ob Gerhard Rietschel keine Angst in dem hohen Baum hatte, sagte er: "Ich bin Biologe und kann gut klettern!" Auch die anderen Einsatzkräfte vor Ort waren begeistert von der Leistung des 79-Jährigen. "Respekt für die Leistung in den Alter, und alles ohne Sicherung!", sagte Michael Sehr von der Tierrettung Rhein-Neckar.

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