Urbanität - Stadt präsentiert Ergebnisse der Studierendenbefragung 2020 / Trotz Pandemie „ungebrochen attraktiv“ / Vielfältige Charakterisierung von lebendig bis aktiv Mannheim bei Studierenden angesagt

Von 
Tanja Capuana-Parisi
Lesedauer: 
Laut der aktuellen Befragung fühlen sich Studierende in Mannheim an der Universität wohl. © Thomas Tröster

Mannheim. Studenten fühlen sich in Mannheim wohl. Das ist eines der Ergebnisse der fünften Studierendenbefragung 2020, die vom Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung in Kooperation mit dem Spiegel Institut Mannheim geleitet und ausgewertet wurde. Bei der Studie „Standortbindung von jungen Talenten und Nachwuchskräften“ wurden rund 2000 Studierende befragt.

AdUnit urban-intext1

Die Resultate zeigen unter anderem auf, welche Einflüsse dazu führen, dass Absolventen später die Quadratestadt als Arbeitsort wählen. Untersucht wurde auch, welche Meinung internationale Studenten die Stadt Mannheim beurteilen. Die Ergebnisse sind gestern im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz präsentiert worden. Studienleiter Dirk Obermeier beleuchtete bei seinem Vortrag besonders interessante Schlüsse näher. Desweiteren äußerten sich auch Michael Grötsch, Bürgermeister für Wirtschaft, Arbeit, Soziales und Kultur sowie Christiane Ram, Leiterin des Fachbereichs für Wirtschafts- und Strukturförderung, zu den Aussagen der Studierenden.

Studierendenbefragung 2020

Die Ergebnisse der fünften Studierendenbefragung 2020, die vom Fachbereich für Wirtschafts- und Strukturförderung in Kooperation mit dem Spiegel Institut Mannheim geleitet und ausgewertet wurde, sind gestern bei einer virtuellen Pressekonferenz präsentiert worden. Studienleiter Dirk Obermeier hielt den Vortrag und erläuterte eine Auswahl der Ergebnisse. Neben Wirtschaftsbürgermeister Michael Grötsch äußerte sich auch Christiane Ram, Leiterin des Fachbereichs für Wirtschafts- und Strukturförderung, zu den Resultaten.

Es wurden rund 2000 Studierende aller Mannheimer Hochschulen online im November 2020 befragt.

Die Ergebnisse dienen als zentrale Informationsquelle als Hochschul- und Wirtschaftsstandort und sollen helfen, die Angebote Studierende interessanter zu gestalten.

Zusätzlich wurden den international Studierenden spezielle Fragen gestellt. cap

„Thema ist ja Standortbinden von jungen Talenten und Nachwuchskräften“, sagt Grötsch bei der der Begrüßung. „Und das ist für uns als Stadt Mannheim sehr wichtig, denn wir wollen natürlich gerne aufgrund dieser entsprechenden Befragung ableiten, wo wir wie gut sind, wo wir nachsteuern müssen und wie die Zufriedenheit der Studierenden ist. Und wie sie unseren Standort einschätzen.“ Trotz Pandemie bestehe ein sehr hoher Bedarf an hochqualifizierten Fach- und Führungskräften in der Mannheimer Wirtschaft und bei den vorhandenen vielfältigen Institutionen“, sagt er. „Wir als Stadt und natürlich auch der Fachbereich der Wirtschaftsförderung haben in den vergangenen Jahren gute Strukturen geschaffen und Netzwerke zu den Hochschulen weiter ausgebaut und auch zu den Unternehmen“, so der Bürgermeister. „Ziel ist natürlich immer, dass wir eine hohe Standortbindung herzustellen.“

Mannheim ist für 68 Prozent der Befragten bevorzugter Studienort, sagt Obermeier, der Leiter Quantitativen Forschung ist. „Uns interessiert dann im Genaueren noch, was die Gründe dafür waren. Für 64 Prozent der Befragten sei der gute Ruf ihrer Hochschule der Grund dafür, sich in der Quadratestadt einzuschreiben.

AdUnit urban-intext2

Fast die Hälfte arbeitet neben ihrem Studium. Inwieweit Corona die Nebentätigkeit beeinflusst, wurde ebenfalls untersucht. 90 Prozent der Befragten ohne Job gab an, dass Covid19 keinen Einfluss darauf gehabt hätte. „Für Studierende, die einen Nebenjob haben, gab es entsprechend Einflüsse“, sagt Obermeier. Zwei Drittel wurden von den Auswirkungen des Virus nicht beeinträchtigt.

37 Prozent wollen bleiben

Besonders wichtig für die Wirtschaftsförderung sei die Attraktivität des Unternehmensstandorts, so Grötsch. So wollen 40 Prozent die Stadt nach dem Studium wieder verlassen während 37 Prozent sich vorstellen können, hier oder der Region zu bleiben. „13 Prozent ziehen es ernsthaft in Erwägung und acht Prozent haben es fest vor.“ Gründe dafür, in Mannheim zu bleiben seien für 80 Prozent familiäre Verwurzelungen, etwa mehr als Hälfte sage, sie möge die Stadt. Man wolle wissen, was ihnen an Mannheim gut gefalle. Knapp über die Hälfte schätzt die Ausgehmöglichkeiten, wie Bars, Restaurants und Cafés. Daher verbringen auch 42 Prozent der Befragten ihre Wochenenden gern hier, ein Viertel ist zumindest häufig samstags und sonntags in Mannheim. Auch die guten Verkehrsanbindungen und mehr als ein Drittel gibt Kultur- und Freizeiteinrichtungen als Grund an, warum sie sich in Mannheim wohl fühlen.

AdUnit urban-intext3

Die Studie besagt, dass Mannheim als Unternehmensstandort sehr gut bewertet wird. Zu den Gewinnern gehören vor allem die angesiedelten Großunternehmen, die große Bekanntheit genießen. Mannheim wird vor allem mit Eigenschaften wie lebendig, vielseitig, weltoffen, tolerant und aktiv wahrgenommen. Gleichzeitig gilt sie als wenig glamourös und romantisch und nicht umweltfreundlich. Vor allem an letztem Punkt wolle man ansetzen, so Grötsch. Alles in allen ist er aber mit der Studie zufrieden. „Wir freuen uns, dass wir die guten Ergebnisse der Befragung 2018 auf hohem Niveau halten“, sagt Grötsch. „Das zeigt, dass Mannheim auch unter den derzeit schwierigen Bedingungen für Studierende ungebrochen attraktiv ist.“

Freie Autorenschaft Kulturredaktion, Lokalredaktion, Wochenende. Schwerpunkte: Bunte Themen, Reisereportagen, Interviews, Musik (von elektronischer Tanzmusik bis Pop), Comedy und Musicals