Serie Landtagswahl - Lukas Siering kandidiert im Mannheimer Süden für Volt Lukas Siering, Volt, Mannheim-Süd: "Wir brauchen junge europäische Perspektiven im Landtag"

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Zu Landtagswahl Baden-Württemberg haben wir allen Kandidatinnen und Kandidaten aus den Wahlkreisen Mannheim-Nord und Süd die Gelegenheit gegeben, sich mit Fragebögen den Wählerinnen und Wählern vorzustellen. Die Antworten dokumentieren wir hier, für deren Inhalt sind die Kandidaten verantwortlich.

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Im südlichen Wahlkreis tritt für Volt Lukas Siering an. Der Wirtschaftsingenieur ist 22 und lebt in der Schwetzingerstadt.

Warum sollten die Mannheimer Sie in den Landtag wählen?

Lukas Siering tritt für Volt im Mannheimer Süden an. © Lukas Siering

Ich bin überzeugt, dass wir junge europäische Perspektiven im Landtag brauchen. Die bisherigen Parteien stoßen mit ihren Lösungsansätzen an Grenzen. Zentral ist bei Volt der europäische Austausch und grenzübergreifendes Denken. Wir sollten uns anschauen, wie Nachbarländer mit vergleichbaren Herausforderungen umgehen und von ihnen lernen. Zudem hoffe ich, etwas frischen Wind in den Landtag bringen zu können, in dem die Abgeordneten im Schnitt über 55 Jahre alt sind.

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Was sind die drei wichtigsten Mannheimer Probleme, die Sie von Stuttgart aus lösen wollen?

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Die Wohnungsknappheit und hohen Mieten möchte ich durch mehr sozialen Wohnungsbau bekämpfen und mit einheitlichen und reduzierten Bauvorschriften müssen Baukosten gesenkt werden.

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Die Gestaltung einer nachhaltigen und vielfältigen Mobilität in Mannheim unter der Berücksichtigung aller Interessensgruppen ist die zweite Herausforderung. Hierbei verfolge ich den Ansatz “Verkehr vermeiden, verlagern, verbessern”. Viele unnötige Wege, wie die zu Behörden, können vermieden werden, indem es digitale Alternativen gibt. Zudem sollte so viel wie möglich der Verkehr auf ökologischere Alternativen wie ÖPNV und Fahrrad verlagert werden - dafür müssen jedoch sowohl das ÖPNV-Angebot als auch die Fahrradweginfrastruktur verbessert werden. Zusätzlich müssen die genutzten Verkehrsmittel stetig weiterentwickelt werden. Der dritte wichtige Punkt ist die Digitalisierung, eine Herausforderung, aber zugleich eine riesige Chance. Unsere Verwaltungen müssen digitaler werden. Das soll durch die Einführung des Studiengangs Verwaltungsinformatik aktiv gefördert werden. Die Digitalisierung von Schulen muss ganz oben auf der Agenda stehen. Durch die Passivität der Politik der letzten Jahre werden aktuell unvorstellbar viele Entwicklungen von Kindern und Jugendlichen ausgebremst. Schulen benötigen eine zentrale Dienstplattform zum Austausch und zur Zusammenarbeit von Lehrenden sowie Schülerinnen und Schülern. Lehrkräfte müssen mehr Schulungen erhalten, um ihre IT-Kompetenzen weiterzuentwickeln.

Was aus Ihrer Ausbildung und Ihrem Beruf hilft Ihnen in der Politik?

Durch mein Studium habe ich gelernt, Problemstellungen immer ganzheitlich zu betrachten. Ich bin überzeugt, dass wir die Herausforderungen unserer Zeit (bspw. Corona, Klimawandel, soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung) nur lösen können, wenn wir die Zusammenhänge der verschiedenen Themengebiete erkennen und Probleme nicht isoliert betrachten.

Haben Sie eine Frage an die Landtagswahl-Kandidaten: Dann schreiben Sie uns eine E-Mail! Bitte notieren Sie darin auch, an welche Kandidatin oder Kandidaten sich Ihre Frage richtet.

Wann haben Sie das letzte Mal Ihre Meinung zu einem Thema geändert und warum?

Gerade als junger Mensch sammele ich ständig neues Wissen und Erfahrungen und passe stetig mein Weltbild an. Von daher ändere ich recht häufig meine Meinung, wenn auch nur in Nuancen. Außerdem behalte ich es mir auch vor, zu manchen Themen auch erstmal keine Meinung zu haben, sondern mich erst umfassend zu informieren, bevor ich mich äußere. Meinungsänderungen um 180 Grad fallen mir deshalb gerade keine ein.

Wofür haben Sie das letzte Mal an einer Demonstration teilgenommen?

Corona-bedingt das letzte Mal Ende November 2019 bei Fridays for Future. Demos sind wichtig, ich bevorzuge aber tatsächlich lieber konkrete Aktionen wie den Parkingday. Dort habe ich mich Mitte September 2020 zuletzt für eine Auto-ärmere Innenstadt eingesetzt.

Wer ist Ihr Vorbild und warum?

Ein konkretes Vorbild besitze ich nicht, doch ich bewundere die unzähligen Ehrenamtlichen, die sich tagtäglich engagieren und so unsere Gesellschaft stützen und das Leben vieler Menschen bereichern. So sollte meiner Vorstellung nach auch Politik funktionieren: sich aus Überzeugung für seine Mitmenschen einsetzen.

Worauf freuen Sie sich am meisten, sobald die Corona-Lage es wieder erlaubt?

Ehrlich gesagt auf alles. Familienmitglieder wieder sehen, Freunde aus ganz Deutschland und Europa besuchen, politische Veranstaltungen wie Parteitage oder Meet&Greets (die öffentlichen Treffen von Volt für Interessierte), die derzeit alle nur digital stattfinden können, verreisen, zum Fußball gehen...

Zu den Kandidaten-Fragebögen aus dem Wahlkreis Mannheim-Süd