Modellstadt Mannheim - Doch wieder verbilligte Tickets? Löbel: Bund plant weitere Zuschüsse

Von 
Thorsten Langscheid
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Sieben bis neun Millionen Euro an zusätzlichen Fördergeldern für den öffentlichen Nahverkehr könnten demnächst als Zuschüsse für den Modellstadt-Versuch nach Mannheim fließen. Dies kündigte Bundestagsabgeordneter Nikolas Löbel (CDU) am Montag an. Mit dem Geld, das aus dem „Sofortprogramm saubere Luft 2017-2020“ stammt, könne der Versuch mit verbilligten Fahrscheinen in Mannheim und Ludwigshafen bis Mitte 2021 fortgesetzt werden, so Löbel. Dies habe ihm der Parlamentarische Staatssekretär Steffen Bilger (CDU) aus dem Bundesverkehrsministerium bestätigt, so Löbel.

Die Fahrscheine für Straßenbahnen (und Busse) könnten vorübergehend wieder billiger werden. © Thorsten Langscheid

Geld war verbraucht

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Nun, so der Bundestagsabgeordnete, sei die Stadt Mannheim am Zug, bis zum Herbst „angepasste Finanzpläne für die einzelnen Modellstadt-Maßnahmen unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Verlängerung zu melden“. Damit könnten die Green City Tickets, also die verbilligten Einzelfahrscheine für Busse und Straßenbahnen in Mannheim und Ludwigshafen, wieder eingeführt werden. Die Fahrpreise waren zum 30. März erhöht worden, weil die Gelder dafür bereits verbraucht waren. Es könnten laut Löbel aber auch die anderen Modellstadt-Maßnahmen wie die engere Taktung und die Verlängerung von Buslinien fortgeführt werden, sagte Löbel: „Die Stadt muss nun gemeinsam mit der RNV erklären, wie die zusätzlichen Bundesmittel für Mannheim gesichert werden und sinnvoll eingesetzt werden können.“ Der Bundestag muss die Zuschüsse noch bewilligen.

„Wir freuen uns, wenn das gemeinsame Bemühen von uns und unserem Abgeordneten Nikolas Löbel dafür gesorgt hat, dass die zu Beginn des Modellstadt-Projektes zugesagten Mittel jetzt kommen“, reagierte Mannheims Erster Bürgermeister Christian Specht auf die Nachrichten aus Berlin: „Wir warten gespannt auf die Zusage des Bundes, dass die Mittel jetzt zur Verfügung stehen – bislang liegen uns jedoch weder ein Bescheid noch eine schriftliche Zusage vor. Sobald dies soweit ist, werden wir prüfen, welche Maßnahmen mit dem Geld gefördert werden dürfen.“