Rektorenkonferenz - Puhl wird stellvertretender Vorsitzender Lehrbetrieb wird digitaler

Von 
wol
Lesedauer: 

Der Rektor der Universität Mannheim, Thomas Puhl, übernimmt ab 1. April den stellvertretenden Vorsitz der Landesrektorenkonferenz der Universitäten in Baden-Württemberg. Neuer Erster Vorsitzender wird Stephan Dabbert, Rektor der Universität Hohenheim. Das Gremium fördert das Zusammenwirken der neun Mitgliedsuniversitäten im Südwesten bei der Erfüllung ihrer Aufgaben in Forschung und Lehre. In den vergangenen zwei Jahren hatte Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg, das Gremium geleitet.

Thomas Puhl leitet seit 2018 die Uni Mannheim. © Christoph Blüthner
AdUnit urban-intext1

Sein Mannheimer Amtskollege tritt das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden in schwierigen Zeiten an. Nach Puhls Einschätzung zwingt die Corona-Krise die Universitäten dazu, ihre Lehre in den kommenden Monaten zunehmend ins Internet zu verlagern. Das sei zugleich eine große Chance. Um der rasanten Ausbreitung des Corona-Virus im Lehrbetrieb etwas entgegenzusetzen, haben die Unis eine Art „Task Force“ gegründet, sagte der 64 Jahre alte Rechtswissenschaftler. Dies alles geschehe unter großem Zeitdruck. „Wir erleben eine Operation am offenen Herzen“, sagte er.

„Operation am offenen Herzen“

In diesem Zusammenhang spielten unter anderem der Datenschutz und die Möglichkeiten der technischen Umsetzung eine wichtige Rolle. Thomas Puhl zufolge rüsten sich die Unis nicht nur für den digitalen Lehrbetrieb, sofern vom 20. April an kein Regelbetrieb stattfinden kann. Wichtig sei, dass das Sommersemester nicht „verloren gehe“, aber auch etwa, dass alle BAföG-Geförderten in der aktuellen Krise Klarheit über die Dauer ihrer Förderung erhielten. Die Amtszeit von Thomas Puhl endet am 31. März 2022.