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Mühlfeld - Maimarktgesellschaft lädt zum Presserundgang mit Bürgermeister Michael Grötsch ein / Umwelt-Themen stark vertreten

Lebendige Baustelle und schlaue Löwen

Von 
Christine Maisch-Bischof
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Aufbauchaos: Schnell noch die Teppiche ausrollen und letzte Absprachen treffen für die Regionalmesse, die an diesem Samstag auf dem Mühlfeld zehn Tage lang ihre Pforten öffnet. © Michael Ruffler

Was ihm auf dem politischen Parkett niemand so schnell nachsagen kann, schafft die dreijährige Amy auf Anhieb: Michael Grötsch geht in die Knie. Aber keine Sorge, nur um die „Kuschelbacke“, wie der Bürgermeister sie nennt, zu kraulen. Schließlich ist das Mischling-Mädchen eine Akteurin der Sonderschau „Unser Hund“, und zählt bis zum 10. Mai zu den Attraktionen auf dem Mühlfeld. Und nicht nur dem Kommunalpolitiker ist gestern nach zwei Jahren pandemiebedingter Zwangspause die Vorfreude auf zehn Messe-tage anzumerken: „Endlich wieder Maimarkt.“ Gut gelaunt informiert er sich beim traditionellen Presserundgang über die Produktvielfalt der Regionalmesse, die an diesem Samstag offiziell ihre Pforten öffnet.

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Lackieren per Computer

„Kommen Sie näher, kommen Sie rein“empfiehlt Grötsch am Pavillon der Stadt. Klimaneutrales Bauen, Ökosysteme, Biodiversität: Klima- und Umweltschutz sind nicht nur beim Mannheim-Stand zentrale Themen. Noch müssen sich gestern die Besucher ihren Weg zwischen an- und abtransportierenden Lastwagen bahnen. Längst sind in den Hallen nicht alle Teppiche ausgelegt, sondern warten zusammengerollt auf ihren Einsatz. Aus allen Winkeln ertönen Bohr- und Sägegeräusche. „Hier riecht’s nach Farbe“, stellt Grötsch in Halle 20 fest. Und wo gestern noch letzte Pinselstriche Wände und Decken verschönern, stellen ab diesem Samstag jeden Tag Gründer, die bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ erfolgreich waren, ihre teils originellen, teils verblüffenden Erfindungen vor.

Staunen können Maimarktfans auch vor einer lebendigen Werkstätte. In der Handwerkshalle entsteht vor den Augen der Besucher ein komplettes Einfamiliendomizil. „In zehn Tagen“, verspricht Handwerkskammer-Präsident Klaus Hofmann: „Vom Mauern der Außen-Wände bis zum Innenleben samt Sanitärtechnik.“

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Der Bürgermeister versucht sich mit Hilfe einer Kamera und virtuellen Spritzpistole am Lackieren einer Tür. Per Computer-Technik wird das Ergebnis auf dem Bildschirm sichtbar. „Da haben sie zu dick aufgetragen, da ist es zu wenig, die blauen Flächen sind gut“, erläutert Robert Eier von der Maler- und Lackiererinnung Heidelberg. „Und wie kann man sich verbessern?“, will Grötsch wissen. „Bleiben Sie halt drei Jahre bei mir“, kontert der Meister lachend.

Doch dazu bleibt dem Kulturbürgermeister keine Zeit. Er winkt amüsiert ab und eilt weiter. Denn Thomas Mohr von der Gewerkschaft der Polizei erklärt gleich nebenan, wie er und seine Kolleginnen und Kollegen die Besucher mit „dem Menschen hinter der Uniform“ vertraut machen wollen. Denn dies komme im Alltag meist viel zu kurz: „Ich bin seit 37 Jahren Polizist. Und zwar mit Leidenschaft. Ich würde diesen Beruf jederzeit wieder wählen. Aber für Gespräche und Diskussionen, sowie Informationen und Verständnis für die Belange der Schützen, die uns schützen, dafür bleibt viel zu wenig Zeit.“

Menschen zu schützen, diese Aufgabe hat sich auch der Bundesverband Rehabilitation (BDH) auf die Fahne geschrieben. Wie wichtig in diesem Zusammenhang Vorsorgeuntersuchungen sind, betont BDH-Sprecher Günter Raab. 70 Mediziner sind in den kommenden zehn Tagen am Stand des Verbandes auf dem Mühlfeld ehrenamtlich im Einsatz. Sie beantworten Besucher-fragen im Forum. Aber auch für persönliche Gespräche unter vier Augen nehmen sich die Mediziner Zeit.

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Wie belastet seine Leute seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine sind, muss der stellvertretende Feuerwehrkommandant Jens Stiegel nicht erst betonen. Nur so viel: „Wir sind seit sechs Wochen im Dauereinsatz. Beispielsweise bei den Erstaufnahmestellen oder wir rüsten Hallen als Notunterkünfte um.“ Unter dem Motto „Unser Schulterschluss für Ihre Sicherheit“ sind seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Teil der „Blaulichtfamilie“, zu der auch die Johanniter, die Malteser, das DRK, die DLRG, der ASB und das THW zählen. Polizeisprecher Norbert Schätzle und Tobias Hoffert kündigen für die kommenden Tage den Besuch von Phantombildzeichnern an.

Eine museale Kostbarkeit gibt es am Stand des Automuseums Dr. Carl Benz zu sehen. Winfried Seidel präsentiert einen Mannheimer Rennwagen, den der Automobilerfinder 1921 patentieren ließ.

So viele Informationen machen natürlich hungrig. „Ein toller Moment, wenn man endlich wieder einen Maimarktbecher in der Hand hält“, verkündet Grötsch in Anspielung auf die zweijährige Messepause und löffelt fleißig Erdbeeren aus der süßen Kreation, die ihm Konditorenmeisterin Katrin Zorn reicht.

Stärkung im Festzelt

In der Halle der Metropolregion Rhein-Neckar gibt es nicht nur Cocktails zugunsten der Aktion „Adler helfen Menschen“, sondern auch Infos von MVV-Vertriebsvorstand Ralf Klöpfer über das „Mannheimer Modell“ des Unternehmens: „Wir wollen unter diesem Motto in Halle 35 unsere grünen Produkte und Lösungen für den Besucher erlebbar machen.“

Showkochen, Besuche von etlichen VIP’S, Gewinnspiele und erstmals auch Bloggerinnen: Die Sonderschau „Schmeck den Süden“ lädt zu kulinarischen Erlebnisreisen ein. Und damit der Bürgermeister und seine Rundgang-Mitläufer und Mitläuferinnen nicht doch noch in die Knie gehen – und zwar vor Schwäche – endet der Parcours traditionell bei einer letzten Stärkung im Festzelt.

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