Kopftuch sorgt für abwertende Blicke

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Maysaa Khalil: Meine Eltern kommen aus Syrien, ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen. Ich habe in den letzten Tagen und Wochen die ganzen Videos mit der Gewalt im Netz gesehen, und es ist mir ganz wichtig, meine Unterstützung zu zeigen und friedlich gegen Rassismus und Diskriminierung zu demonstrieren.

Maysaa © Dieter Leder
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Ich bin mit meinen Freunden hier. Es ist uns allen wichtig, hier gegen Rassismus zu demonstrieren und Unterstützung zu zeigen. Und es ist schön, dass heute so viele Leute gekommen sind. Ich habe gelesen, dass die Veranstalter mit 650 Personen gerechnet haben, Tausende sind gekommen. Das ist ein tolles Zeichen.

Rassismus habe ich auch schon erfahren müssen, ich habe einmal einen Praktikumsplatz nicht bekommen, weil ich Kopftuch trage. Auch in der Straßenbahn und in der Stadt gibt es oftmals abwertende Blicke, weil ich Kopftuch trage. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass wir alle gleich behandelt werden und dass niemand wegen seiner Hautfarbe, wegen eines Kopftuchs oder seiner Religion benachteiligt wird.