Kommentar Klinikum Mannheim: Die Fusion muss kommen

Von 
Steffen Mack
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Mannheim. Klar, 12,4 Millionen Euro sind sehr viel Geld. Aber gemessen an den gewaltigen Summen, die das Klinikum in den vergangenen Jahren von der Stadt gebraucht hat, fallen sie kaum weiter ins Gewicht. Dennoch ist die Bereitschaft der Landesregierung, Mannheim mit diesen zusätzlichen Mitteln zu helfen, so bemerkenswert wie bedeutend.
Dass sich die eigentlich nicht mehr sehr harmonischen Partner Grüne und CDU dazu kurz vor der Wahl wohl buchstäblich noch durchringen konnten, ist alles andere als selbstverständlich. Und es ist vor allem im Lichte der geplanten Fusion mit dem Uniklinikum Heidelberg zu sehen. Die würde von neuen, wenn auch vorwiegend Corona-bedingten existenziellen Finanznöten in Mannheim unschön überschattet, womöglich gar gefährdet.
Obwohl darüber noch nicht final entschieden ist: Dass das fusionierte Mega-Krankenhaus – dann die Nummer 1 in Deutschland und international in der Top-Klasse – nicht nur der Rhein-Neckar-Region, sondern dem ganzen Land viele Vorteile brächte, wird offensichtlich auch in Stuttgart allgemein erkannt. Prima! Hoffentlich fließt diese Erkenntnis dann direkt nach der Wahl in den Koalitionsvertrag ein (zwischen wem auch immer). Denn die Zeit drängt. 

Redaktion Steffen Mack schreibt als Reporter über Mannheimer Themen