AdUnit Billboard
Soziales - Spende von 14 000 Euro für Waldhofschule ermöglicht Teilnahme an Kreativprogramm und Aufstellung von Sportgeräten auf dem Hof

Kindern die Kunst näherbringen

Von 
Peter W. Ragge
Lesedauer: 
Spende überreicht (v.l.): Oguzhan Alan, Stephanie Baumann, Jochen Hecht und auf dem Klettergerüst die beiden Schüler Stefanos Cafaltzis und Rea Tseroni. © Schule

„Mannemer Jungs helfen Mannemer Kindern“ – dazu haben sie sich zusammengetan: Jochen Hecht, Mannheimer Eishockey-Legende und derzeit für die Adler auf Talentsuche, sowie der Unternehmer und Projektentwickler Oguzhan Alan spendeten zusammen über 14 000 Euro für die Waldhof-Grundschule.

AdUnit Mobile_Pos2
AdUnit Content_1

Die Idee hatte Steffen Baumann, dessen Frau Stephanie an der Waldhofschule Lehrerin ist. Er leitet bei der mg:mannheimer gründungszentren gmbh das Gründungszentrum Musikpark, wo 2019 das Büro des Vereins MUS-E Deutschland eingezogen ist. Das weltweit tätige kulturelle Bildungsprogramm, dessen deutscher Sitz in der Quadratestadt ist, geht zurück auf den berühmten Violinisten Yehudi Menuhin. Er will Kindern aus benachteiligten Familien Kunst und Musik beibringen, dadurch ihre Kreativität und ihr Selbstwertgefühl steigern und so zugleich Gewalt und Rassismus vorbeugen.

Dazu kommen Künstler in Grundschulklassen, geben einmal pro Woche fernab vom Lehrplan zusätzlichen Unterricht von einer Doppelstunde rund um Theater, Bildende Kunst, Medienkunst, Musik, Literatur oder Tanz. Sie erarbeiten mit den Schülern Projekte, fertigen Wandbilder, studieren Theaterstücke ein oder besuchen mit ihnen Museen – Noten gibt es nicht.

Fruchtbarer Boden

„Davon profitieren beide – die Künstler haben die Einnahmen durch den Lehrauftrag, und natürlich die Kinder, besonders in einer Brennpunktschule“, erläutert Steffen Baumann die Bedeutung des Programms. „Für unsere Schüler ist das großartig“, freut sich Stephanie Baumann, die eine zweite Klasse unterrichtet: „Sie können durch das Programm Kunst, Kultur und Musik erleben, wozu sie oft durch die Eltern kaum oder gar keinen Zugang haben“, so die Lehrerin dankbar. Frühkindliche kulturellen Bildung falle besonders bei Kindern mit schwierigem familiären Hintergrund, Lernschwierigkeiten und Demotivation auf fruchtbaren Boden.

AdUnit Mobile_Pos3
AdUnit Content_2

Das Programm MUS-E läuft bereits an mehreren Mannheimer Schulen. Doch jede Schule muss für den zusätzlichen Unterricht der Künstler einen Eigenbeitrag zahlen, „und das ist bei der Struktur unserer Schule schwierig“, erläutert Stephanie Baumann. Umso schöner sei es, dass man dafür großzügige Unterstützer gewonnen habe. Durch die Spende ist es möglich, dass Schüler von drei Klassen nun zwei Jahre an dem Programm teilnehmen können. Doch Jochen Hecht und Oguzhan Alan war wichtig, dass nicht nur Kreativität gefördert wird, sondern auch die Beweglichkeit. Die Spende umfasste daher auch Spiel- und Sportgeräte für den Schulhof sowie Markierungen für Hüpfspiele.

Redaktion Chefreporter

AdUnit Footer_1
AdUnit Mobile_Footer_1