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Kunsthalle - ARTgenossen feiern ihr 15-jähriges Bestehen mit einer Benefizauktion von 15 Werken

Junge Kunst zum Jubiläum der "ARTgenossen" unter dem Hammer

Von 
Peter W. Ragge
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Mannheim. „Fünfzehn Jahre – fünfzehn Werke“ lautet das Motto: 15 Jahre gibt es jetzt die ARTgenossen, die jungen Kunstinteressierten im Förderkreis der Kunsthalle. Zu ihrem Geburtstag versteigern sie jetzt mit prominenter Hilfe, nämlich von Experten von Sotheby’s Deutschland, 15 Werke zeitgenössischer Künstler. Dazu ist am Freitag, 16. Juli, ab 19 Uhr der Eintritt in die Kunsthalle frei.

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Susa Templin, Wolfgang Ganter und Valentina Jaffé sowie viele Künstler mehr haben Werke zur Verfügung gestellt, die schon jetzt während der Öffnungszeiten des Museums im Jugendstilbau besichtigt werden können. An der eigentlichen Versteigerung teilnehmen kann man dann nach Anmeldung unter artgenossen-mannheim.de, wo es auch einen digitalen Auktionskatalog zum Blättern gibt. Über diese Internetseite können Interessierte vorab schriftliche Gebote einreichen. Die ARTgenossen bieten auch kostenlose Führungen zur Vorstellung der Werke und Künstler an.

Hemmschwellen senken

„Wir möchten jungen Menschen die Möglichkeit geben, vielleicht zum ersten Mal eine Auktion zu besuchen“, erklärt Anne-Sophie Treiber vom Vorstand der ARTgenossen. Zugleich wolle man mit der Benefiz- auktion junge Künstler unterstützen, so ihre Vorstandskollegin Imke Koch. Mit dem Erlös sollen die Ausstellungen junger zeitgenössischer Positionen im Studio der Kunsthalle finanziert werden – „Jung hilft Jung“, wie Verena Eisenlohr, die Vorsitzende des Förderkreises, sagt. „Gerade in Zeiten von aufgrund der Corona-Pandemie besonders knappen Kassen der öffentlichen Hand ist bürgerschaftliches Engagement für städtische Kulturinstitutionen wie die Kunsthalle besonders wichtig“, ergänzt die Förderkreis-Vorsitzende.

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Der über 2300 Mitglieder zählende Förderkreis finanziert seit 40 Jahren Kunstankäufe. Aber in der Ära von Eisenlohrs Vorgänger H.-Dieter Hasselbach entstand die Idee, noch mehr zu tun. Eine Gruppe von Studenten wollte beweisen, dass Museen nicht verstaubt, Kunstwerke nicht unbegreiflich und Kulturangebote nicht nur etwas für Pensionäre sind. Jana Dussel, Maaike Leeflang und Jens Merkel hießen die ersten drei ARTgenossen, die sich sehr erfolgreich daran machten, Hemmschwellen zu senken und Gleichaltrige für Kunst und die Kunsthalle zu begeistern. Das sei nun seit 15 Jahren „überzeugend gelungen“, lobt Eisenlohr, zumal die ARTgenossen – auch im Gegensatz zu danach entstandenen jungen Gruppen anderer Kultureinrichtungen – immer wieder Nachwuchs aus den Reihen der 18- bis 35-Jährigen gewinnen konnten. Sie organisieren regelmäßige Museums- und Atelierbesuche, einen digitalen Buchclub, die Veranstaltungsreihe „Kunstpause“ und die unvergessenen Partys „Kunst vs. Party“, aus deren Erlösen auch schon Kunst angekauft wurde.

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