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Eröffnung - Neues „Tech Hub“ bietet Technikaustausch und Treffpunkt für zukünftige Gründer

Ideenschmiede für Start-ups

Von 
Waltraud Kirsch-Mayer
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Oberbürgermeister Peter Kurz (l.), schaut sich bei der Einweihung des Acceleration Center „Tech Hub“ im Mafinex in Mannheim einen 3-D-Drucker an. © Michael Ruffler

Mannheim. Als einen frühen visionären Netzwerker haben Wirtschaftshistoriker dieser Tage den BASF-Gründer Friedrich Engelhorn anlässlich seines 200. Geburtstages gewürdigt. Der aus Mannheim stammende Goldschmied, der in Ludwigshafen den Chemieriesen auf den Weg brachte, wäre heutzutage sicherlich von jenem Ort begeistert, der junge Menschen mit Ideen und Unternehmergeist aus verschiedenen Fachrichtungen zusammenbringt und fördert. Genau das ist das Anliegen des „Tech Hub“, das die Angebote im Mafinex-Technologiezentrum erweitert.

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Junge Menschen, die noch studieren oder gerade ihr Examen abgelegt haben, bekommen in dem Lindenhöfer Neubau an der Ecke Windeck- und Julius-Hatry-Straße auf einer Fläche von 1850 Quadratmetern die Möglichkeit, sich über Fachgrenzen hinweg auszutauschen, interdisziplinäre Teams zu bilden und in einer offenen Werkstatt, dem „Tech Lab“ , Prototypen zu erproben – und dies schon im Vorfeld einer Unternehmensgründung.

Bei der Eröffnung freut sich Oberbürgermeister Peter Kurz über einen weiteren „wichtigen Baustein“ bei der Förderung neuer technologieorientierter Unternehmen an der Schnittstelle zwischen Hochschulen und Wirtschaft. Arndt Oschmann vom Wirtschaftsministerium hofft, dass die „Keimzelle für Innovationen“ dazu beiträgt, Baden-Württemberg zu einem der führenden „Hotspots für Start-ups“ zu machen.

Der Gast aus Stuttgart rühmt Mannheim als „Vorzeigestadt“, wenn es um das professionelle Umsetzen von Projekten mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, kurz EFRE, geht.

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Kontaktnetze knüpfen

„Brüssel schaut da genau hin!“ Eine Million Euro sind aus diesem EU-Topf geflossen – außerdem investierte Mannheim insgesamt 3,48 Millionen. Es gelte „Talente rechtzeitig zu sichern“, betont Bürgermeister Michael Grötsch. „Offen, flexibel, auf Augenhöhe“ – so umschreibt Christian Sommer, Geschäftsführer der kommunalen Mannheimer Gründungszentren GmbH, das Konzept der Begegnung.

Und Sonja Wilkens hebt als Geschäftsführerin des Mafinex-Gründerverbundes Rhein-Neckar hervor, dass die Kooperation zwischen Hochschulen intensiviert werden soll –„übergreifende Gründungsförderprogramme“, die seien neu. Und weil ein möglichst großes Kontaktnetz geknüpft werden soll, gibt es im Obergeschoss (Miet-)Büroflächen für bereits gegründete Unternehmen, die in direkter Nähe der Start-ups arbeiten wollen.

Nach den Reden haben die geladenen Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft Gelegenheit, sich in dem als Beschleuniger ausgelegten Zentrum (deshalb auch Acceleration Center genannt) umzusehen – beispielsweise in der offenen Werkstatt mit Lasercuttern, einem Elektroarbeitsplatz und 3-D-Druckern, von denen einer zur Demonstration seiner Fähigkeiten einen Frosch herstellt.

Freie Autorin

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